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Fast Fashion – der zu schnelle Konsum

Der Konsum hat in den vergangenen Jahren an Nachhaltigkeit eingebüsst. «Schnell statt langsam» wurde die Devise. Manchmal ist langsam jedoch besser als schnell. Eine Diskussionsrunde und ein Konsumvergleich.

Mittwoch, 22. Juli 2020 Jorina Scheidegger (22)Margrit Roth Stadler (79)
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«Was ist eigentlich Fast Fashion?» – die erste Frage in einer virtuellen Diskussionsrunde mit jungen und alten Stimmen. Kurz gesagt: Fast Fashion umschreibt den Textilhandel von grossen Herstellerketten, welche neue Modekollektionen schon fast im Wochentakt produzieren und immer günstiger verkaufen. Diese Billigmentalität schadet Mensch und Umwelt: Viel zu viele gut erhaltene Kleider werden weggeworfen und damit Ressourcen vergeudet.

«Was ist denn Slow Fashion?» Slow Fashion bedeutet langsames Produzieren, aber auch langes Besitzen! Langlebige Kleider aus qualitativ hochwertigem, umweltfreundlichem Material, welche man sogar ein Leben lang tragen könnte. Man repariert die Kleider, anstatt sie wegzuwerfen, oder man gibt sie weiter an einen Zweitbesitzer. Die Welt des übermässigen Konsums ist vielen neu oder gar fremd. «Man fühlt sich schnell überfordert mit all diesen neuen Informationen. Dabei ist es wichtig, Mini-Schritte zu machen.» Heisst also, klein zu beginnen. Vielleicht mal bei den Kollegen schauen, was sie nicht mehr möchten, und die eigenen, überflüssigen Kleider verschenken oder sogar verkaufen. Eine Person in der Runde sagt: «Meine Tochter macht etwa viermal im Jahr einen Kleidertausch mit ihren Freundinnen.»

Das Kleiderkaufen ist sehr persönlich und verändert sich im Laufe des Lebens. Jemand erinnert sich: «Früher kaufte ich nur in grossen Warenhäusern ein, heute ziehe ich einen Second-Hand-Laden vor.» – «Es wird immer einen Moment des Verzichts geben bei diesem bewussten Kleiderkaufen», meint eine Andere. Man macht Kompromisse und muss manchmal den Drang unterdrücken, sofort dem neusten Trend zu folgen.
Jemand erzählt uns zum Schluss noch eine beeindruckende Geschichte. «Ich hatte mal eine Kollegin, die in der DDR lebte. Damals waren die Grenzen noch geschlossen. Sie hat sich dann aber die Bewilligung geholt, zu uns in die Schweiz zu kommen. Ich habe mich darauf gefreut, mit ihr durch die Berner Altstadt zu spazieren und ihr die Geschäfte und Schaufenster zu zeigen. Plötzlich musste ich allerdings feststellen, dass meine Kollegin nicht einmal hinschauen konnte. Vom «Nichts» zu einem solchen Überfluss an Waren wurde ihr beinahe schlecht.»

Besuche in der Brocki

Jorina Scheidegger (16)

Margrit Roth Stadler und ich machen einen Kleidervergleich. Wir stellen unsere drei Lieblingskleidungsstücke vor und erzählen einander, was wir von Fast Fashion halten. Ich schildere ihr, wie ein typischer Kleiderkauf bei mir aussieht:

Meine monatlichen Bummeleinheiten in Bern beim grossen Reithallen-Flohmi sind zu einer Tradition geworden. Ich stehe in einem grossen Chaos und schaue mich verwirrt um. Hier und da sehe ich ein Zipfelchen eines Pullovers oder einer Jacke. Wieder zwänge ich mich durch die Menschenmenge, um zum nächsten kleinen Stand zu kommen. Schnell bücke ich mich und durchstöbere die kleinen Häufchen von kostbaren getragenen Kleidern. Hier findet man allerhand, ich habe schon die verrücktesten Dinge gesehen. Man weiss nie, was man unter dem nächsten Häufchen antrifft.

Dann stosse ich auf einen Fund! Ein kariertes Hemd in dickem Baumwollstoff, mit feinen silbernen Details. Ich bin sofort verliebt und verlasse den Stand mit drei Franken weniger und einem riesigen Lächeln. Ungefähr so ging es mir auch bei meinem angenehmen bordeauxroten Strickpulli, den ich in einer Brockenstube gefunden habe.

Auch meine schwere Jeansjacke habe ich als ein unglaubliches Schnäppchen erstanden. Sie zählt zu meinen älteren Kleidungsstücken: gekauft in den 1990er-Jahren und schon ziemlich oft von meinen wohl unzähligen VorbesitzerInnen getragen.

Alle drei Kleidungsstücke habe ich somit second hand gekauft. Ich steige jetzt ganz um auf die trendige «Zweit-Hand-Ware». Damit spare ich Geld, reduziere die Fast-Fashion-Produktion und fühle mich somit hundertmal besser, wenn ich derlei trage. ☐

Mein Kleiderkasten

Margrit Roth Stadler (73)

Mein Kleiderschrank und ich. Da steht er – in dritter Generation: mein treuer hölzerner Begleiter aus Tannenholz. Mehr als mein halbes Leben begleitet er mich schon. Sein Inneres hat sich allerdings gewaltig verändert. Anfangs haben meine Habseligkeiten genügend Platz in ihm gefunden. Könnte er sprechen, würde ich hören, dass er verschiedene Stilrichtungen mitgetragen habe. Am mühsamsten sei die Flower-Power-Bewegung gewesen. Malträtiert sei er worden, als es ihm mit Lauge und Säure an seine alten Farbschichten gegangen sei! Bunt und schräg habe es in seinem Innern ausgeschaut! – Hosen und Röcke mit vielen runden Ecken und schiefen Nähten, Hauptsache alles selbst genäht. Erinnerungsstücke von Reisen, Gerüche, Bilder, Farben vom Bazar, Düfte von Parfums, Wortfetzen, Stimmen, Musik und Gefühle aus längst vergangenen Zeiten! Bunt ist es noch immer im Kasten, aber eng ist es geworden in seinem Innern.

Ein zweiter Kamerad ist ihm gefolgt. Kleider von guter Qualität, von Hand gefertigte Sachen hängen neben Teilen aus dem Second-Hand-Laden! Nie werde ich wissen, wie die Frau lebte, die vor mir den Mantel getragen hat. Ich kann mir dazu bloss Geschichten erfinden. Hier die gute teure Jacke – Qualität von damals. Das Geschenk zum 40. Geburtstag. Heute ist das Teil etwas zu eng, aber die Erinnerungen an jenen Tag kommen sofort wieder hoch, wenn ich in die Jacke schlüpfe.

Dann gibt’s noch mein bestgehütetes, ältestes Kleidungsstück: ein kleines Halstuch aus meiner Kindheit. Ein Geschenk meiner Mutter. Aus der grossen Stadt brachte sie uns Kindern jeweils einen «Chrom» mit, einmal eben das kleine Halstuch. Es ist abgegriffen, etwas ausgefranst und verblichen, aber viele Erinnerungen sind darin verwebt. Berühre ich den feinen bunt karierten Baumwollstoff, dann reise ich nochmals kurz in die Zeit von damals zurück. ☐

Beitrag von:

Jorina Scheidegger (22)

Wenn sie gerade nicht medizinische Wörtli am büffeln ist, rennt sie wohl mit einer Kamera und Zeichnungsblock in der Gegend herum und hofft auf neue interessante Dinge und Menschen zu stossen.

Margrit Roth Stadler (79)

Arbeitete als Sozialarbeiterin von 1969-1999 in Basel. Sie baute ein kleines Kulturzentrums im Aargau auf. Heute arbeitet sie gerne feinhandwerklich – sie macht kleine Filzzwerge und strickt bunte Socken. Sie wandert gerne und spielt gerne mit Wörtern.

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