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Wie #StoppRassismus Realität werden kann

Ein Podium über Rassismus im Alltag: Was bedeutet es, Tag für Tag von Rassismus betroffen zu sein? Was können wir alle tun für eine Gesellschaft mit weniger Vorurteilen und Abwertungen? UND Generationentandem thematisiert bei den Aktionstagen gegen Rassismus 2023 diese Fragen mit einem Podium.

Donnerstag, 30. März 2023 Angel Okaside (22)Amina Roçi (25)Lina Weber (23)Lavinia Duda (36)
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Podium zum Nachschauen und Nachhören
Als Videopodcast: Youtube
Als Audiopodcast: Soundcloud | Spotify | Apple Podcast

Im Rahmen der zweiten Thuner Aktionstage gegen Rassismus lud UND Generationentandem gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland am 24. März 2023 zum Workshop und Podiumsdiskussion «Ich bin nicht Rassistin, aber…» ein.

Merkst du, wenn du rassistisch bist?

Der Abend beginnt mit einem Workshop, bei dem alle Anwesenden die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen, mitzureden. Bei einem stillen Gespräch diskutierten die Anwesenden folgende Fragen:

  • Was ist Rassismus für dich?
  • Person X kommt aus Land Y. Also: Alle Personen aus Land Y sind so wie Person X. Ist das ein Klischee, Rassismus oder beides?
  • Kann Rassismus nur gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe stattfinden? Oder gibt es auch andere Formen von Rassismus?
  • Merkst du, wenn du rassistisch bist? Woran merkst du es?
Mitdiskutieren: Die Anwesenden beim «stillen Gespräch». – Bild: Lina Weber

Unterschiede sind nicht gleich Unterschiede

Die Podiumsgäste begeben sich nach vorne, richten sich ein. Amina Roçi (22), die Moderatorin des Abends, beginnt. Das erste Thema: Unterschiede.

Menschen sind unterschiedlich, doch unterschiedliche Unterschiede werden unterschiedlich wahrgenommen. Payal Parekh (49), sie stammt aus Indien und ist eigentlich Klimaaktivistin, erklärt: «Manche Menschen sind lauter, manche Menschen sind grösser, manche Menschen sind schüchtern, das gibt es überall. Diese Unterschiede gibt es unabhängig von Kultur. Diskriminiert werden Menschen aber vor allem aufgrund von kulturellen Unterschieden.»

Aufgrund kultureller Unterschiede wird am meisten diskriminiert, erklärt Payal Parekh. – Bild: Lina Weber

Sie erzählt aus Indien, davon wie muslimische Menschen oder die indigene Bevölkerung in Indien diskriminiert werden – und betont gleichzeitig ihr Privileg als Mitglied der Mehrheitsreligion und der höchsten Kaste in Indien. Sie sagt: «In Indien bin ich wie eine weisse Frau in der Schweiz.»

«In Indien bin ich wie eine weisse Frau in der Schweiz.»

Payal Parekh

Wenn es strukturell ist

Die Diskriminierung von musilimischen Menschen in Indien oder von Mitgliedern der indiginenen Bevölkerung ist strukturell, sagt Payal Parekh.

Mardoché Kabengele (27), er ist in verschiedenen Kollektiven in Bern engagiert, spricht die strukturelle Diskriminierung ebenfalls an und bezieht sich dabei unter anderem auf die Schweizer Bundesverfassung. Auf der zweiten Seite steht: «Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.» Gleichzeitig, so Mardoché Kabengele, hält die Bundesverfassung Hürden aufrecht, die einen grossen Teil der Menschen in der Schweiz ausschliessen.

Ein Widerspruch in sich selbst: Mardoché Kabengele spricht über die Schweizer Gesetzgebung. – Bild: Lina Weber

Wie es tönt und wie es gemeint ist

«So herzig mit sinere Latte-Macchiato-Hut und de redt er o no Dütsch»: An solche Aussagen erinnert sich Jesse Ritch (31), Musikproduzent aus Thun mit Schweizerischen und Kongolesischen Wurzeln, aus seiner Kindheit. Er erkannte in diesen Aussagen aber keine bösen Absichten. Schon früh konnte er unterscheiden, ob ihn jemand mit solchen Aussagen verletzen wollte oder ob die Person einfach unwissend ist und zu Hause nicht entsprechend erzogen und sensibilisiert wurde.

Ihm wurde von seiner Mutter mitgegeben, dass alle Menschen gleich sind, dass alle Menschen das Recht haben, Dinge gleich zu erleben.

Wie etwas gemeint ist, ist zentral: Jesse Ritch plädiert für einen differenzierten Umgang mit Rassismus. – Bild: Lina Weber

Was ist Rassismus?

Rassismus ist nicht, wenn Menschen wegen dem Nachnamen oder dem nicht-perfekten Berndeutsch auf Hochdeutsch zu sprechen beginnen, sagt Payal Parekh. Das nervt zwar, aber Rassismus ist, wenn Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft gewisse Dinge abgeschrieben werden, wenn sie plötzlich weniger Wert haben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der immer noch nicht glauben kann, dass eine indische Frau einen Doktortitel von einer renommierten Universtiät hat, oder von FreundInnen, die überrascht sind, dass sie als Frau in Indien eine Ausbildung machen konnte (obwohl Indien eine Premierministerin hatte, bevor Frauen in der Schweiz überhaupt abstimmen konnten).

Sie differenziert in diesem Zusammenhang auch zwischen Klischees und Rassismus oder Diskriminierung: Es ist lustig zu sagen, dass BernerInnen etwas langsam sind, aber sobald ihnen deswegen Wert abgeschrieben wird, wird es problematisch.

Jüngere Generationen haben es leichter

Die Eltern von Mardoché Kabengele und der Vater von Jesse Ritch migrierten in die Schweiz. Beide empfinden, dass für sie die Integration leichter war als für ihre Eltern. Kurzum: Sie haben es leichter als ihre Eltern.

Jüngere Generationen erleben es anders: Jesse Ritch und Mardoché Kabengele erzählen über die Herausforderungen ihrer Eltern. – Bild: Lina Weber

Payal Parekh stimmt zu, betont aber, dass auch MigrantInnen zweiter und dritter Generationen noch von struktureller Diskriminierung betroffen sind. So zeigen Statistiken, dass es für junge Menschen mit balkanischen Namen heute immer noch schwieriger ist, eine Praktikumsstelle zu bekommen als für junge Menschen mit einem schweizerischen Namen. Sie plädiert: «Das dürfen wir nicht vergessen!»

Je einfacher desto besser

«Min Papi chan guet tanze, drum chöi sicher aui Kongolese guet tanze»: Dieses harmlose Beispiel zeigt auf, wie wir basierend auf Erfahrungen mit Einzelpersonen allgemeine Schlussfolgerungen über Menschen, Gruppen und Kulturen ziehen. «Es ist einfach von einer kleinen Gruppe von Menschen auf Alle zu schliessen, das ist immer der bequemste Weg. Man muss sich nicht damit beschäftigen, man muss die andern nicht kennenlernen», sagt Jesse Ritch dazu.

Mardoché Kabengele ergänzt: «Ja, je einfacher desto besser, aber es ist nicht einfach, es gibt heute so viele verschiedene Realitäten.» Er plädiert deshalb für mehr Flexibilität und für mehr Resilienz.

Und jetzt?

Gegen Ende der Diskussion stellt Amina Roçi die Fragen aller Fragen: Und jetzt? Was können wir als Individuen, als Gesellschaft gegen Rassismus tun?

Die PodiumsteilnehmerInnen sammeln

  • Sensibilisieren, sich und andere aufklären (zum Beispiel mit Anlässen wie die Podiumsdiskussion «Ich bin nicht Rassistin, aber…»)
  • Bewusstsein für das Problem schaffen
  • Einander zuhören
  • Empathie zeigen
  • Machtdynamiken dekonstruieren: Wenn der rassistische Onkel beim Weihnachtsessen also wieder einmal einen Monolog über AusländerInnen, FeministInnen oder KlimaaktivistInnen haltet, nicht einfach beklemmt auf den Tisch schauen.

Ein Interview mit Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch

Zum Schluss wurde Katharina Ali-Oesch von Co-Moderator Angel Okaside interviewt. Dass es Rassismus auch in Thun gibt, ist leider eine traurige Realität, sagt sie. Aber dagegen kann und sollte jedeR etwas unternehmen. Das Interview gibt es hier zum nachschauen:

50 Menschen diskutierten an diesem Abend mit – sie empörten sich bei manchen Anekdoten, lachten bei anderen. Der Abend war bereichernd, für viele berührend. Er zeigte: Für #StoppRassismus brauchen wir Austausch, Sensibilisierung und viel Empathie.

Die letzte Frage des Abends: «Eine Menschheit ohne Rassismus, wird es die jemals geben?» Das kann leider niemand beantworten, aber eine solche Welt wäre wünschenswert.

Ein Input von Barbara Tschopp, Polin und UND-Mitglied, soll als Schlusssatz dienen: «Wenn wir einander in jeder Hinsicht mit Respekt begegnen würden, wäre das schon ein grosser Schritt in Richtung Weltfrieden.»

«Wenn wir uns einander in jeder Hinsicht mit Respekt begegnen würden, wäre es ein grosser Schritt in Richtung Weltfrieden.»

Barbara Tschopp

Aktionstage gegen Rassismus 2023

Die zweiten Thuner Aktionstage gegen Rassismus finden vom 18. bis 25. März 2023 statt. Der Anlass will alle Thunerinnen und Thuner dafür sensibilisieren, dass Rassismus und rassistische Diskriminierung überall vorkommen. Die Stadt Thun ist überzeugt, es muss unbedingt auch ausserhalb der grossen Städte gegen Rassismus vorgegangen werden. Denn gemäss Zahlen des Bundes ist rund ein Drittel der Bevölkerung in der Schweiz von rassistischer Diskriminierung oder Gewalt betroffen.

Bereits 2022 beteiligte sich die Stadt Thun an den Aktionstagen. UND Generationentandem hat damals das Podium «Politische Teilhabe für alle» organisiert.

Beitrag von:

Angel Okaside (22)

Momentan bin ich in der Ausbildung zum Fachmann Gesundheit im Tertianum Thun. Ich bin begeisterter Politik-Fan und spiele sowie coache leidenschaftlich gern American Football. Neben anderen politischen Tätigkeiten bin ich unter anderem Präsident des Jugendparlaments Kanton Bern.

Amina Roçi (25)

Lina Weber (23)

mag Wörter, offene Fragen und Vielfalt

Lavinia Duda (36)

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