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Des Darms diskretes Wirken

Wir essen einen Apfel. Was passiert in unserem Körper, nachdem wir ihn runtergeschluckt haben? Die Autorin Giulia Enders beschreibt auch Tabuisiertes mit Witz und fundiertem Fachwissen

Freitag, 10. April 2015 Jürg Krebs (80)
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Wir essen einen Apfel. Was passiert in unserem Körper, nachdem wir ihn runtergeschluckt haben? Die Autorin Giulia Enders beschreibt auch Tabuisiertes mit Witz und fundiertem Fachwissen.

 Jürg F. Krebs (69)

Bild: zvg
Bild: zvg

Susanne: Weisst du, dass in dir drin gegen hundert Billionen Kleinstlebewesen existieren, die dir beim Verdauen helfen?

Tobias: Weisst du, dass diese rund zwei Kilogramm Bakterien verschiedenster Arten insgesamt «Mikrobiota» genannt werden?

Susanne: Natürlich. Folglich haben wir beide neulich das Buch «Darm mit Charme» von Giulia Enders gelesen.

Tobias: Genau. Mich beeindruckt die erst vierundzwanzig Jahre alte Autorin mit ihrer Doktorarbeit.

Susanne: Diese ist sogar noch in einer allgemein verständlichen Sprache geschrieben.

Tobias: Ihre Lust, Neues zu entdecken, wird schon im ersten Satz des ersten Kapitels deutlich. Sie schreibt: «Die Welt sieht viel lustiger aus, wenn wir nicht nur das sehen, was man sehen kann – sondern auch noch all den Rest. Unter unserer Haut ist dauernd etwas los: Wir fliessen, pumpen, saugen, quetschen, zerplatzen, reparieren und bauen neu auf. Eine ganze Belegschaft ausgeklügelter Organe arbeiten so perfekt und effizient zusammen, dass ein erwachsener Mensch pro Stunde etwa so viel Energie benötigt, wie eine 100-Watt-Glühbirne.»

Susanne: Frau Enders liebt die raffinierten Verdauungsorgane und schreibt: «Herz und Hirn geniessen hohes Ansehen.» Den Darm aber «unterschätzen wir nicht nur, wir schämen uns sogar oft für unser Darmrohr. Darm mit Scham!» Der Darm hat aber «eine Menge Charme!»

Tobias: Und sie greift auch Tabuisiertes ungeniert auf. Zum Beispiel: «Unser Klogang ist eine Meisterleistung – zwei Nervensysteme arbeiten gewissenhaft zusammen, um unseren Müll so diskret und hygienisch wie möglich zu entsorgen.»

Susanne: Kurz zusammengefasst: Zwei Schliessmuskeln am Ende des Darms arbeiten zusammen. Der innere reagiert auf unser Innenleben und den äusseren steuern wir bewusst, wenn wir uns fragen: Darf ich jetzt pupsen? Ist die Situation günstig, um aufs Klo zu gehen? Wenn wir den äusseren Muskel zu lange verschliessen, gibt es Probleme mit dem Darm; Bauchschmerzen und Verstopfung folgen. Das kenne ich gut.

Tobias: Ganz praktisch ist auch die Frage, ob wir richtig auf dem Klo sitzen. Eine Studie zeigte: In der Hocke dauerte das Geschäft «durchschnittlich 50 Sekunden und wurde von den Beteiligten als vollständiges Entleerungserlebnis empfunden. Sitzen dauerte durchschnittlich 130 Sekunden und fühlt sich nicht ganz so erfolgreich an. Warum? Weil unser Darmverschluss-Apparat nicht so entworfen ist, dass sich im Sitzen die Luke vollständig öffnet. Es gibt einen Muskel, der in Sitzhaltung oder gerade auch beim Stehen den Darm wie ein Lasso umgreift und in eine Richtung zieht, so dass ein Knick entsteht. Dieser Mechanismus ist sozusagen eine Zusatzleistung zu den anderen Schliessmuskeln. Einen solchen Knickverschluss kennt der eine oder andere vom Gartenschlauch. Die «Hocke» ist schon seit Urzeiten unsere natürliche Kloposition – das moderne Sitztoilettengeschäft gibt es erst seit der Indoor-Kloschüssel-Entwicklung im späten 18. Jahrhundert.

Susanne: Deswegen gehe ich jetzt nicht etwa in den Wald, sondern nehme auf dem Topf eine der Hocke ähnliche Haltung ein.

Tobias: Wenn ich verstopft bin, pendle ich mit dem Oberkörper hin und zurück. Auch bei Dr. Giulia Enders gelernt!

Susanne: Frau Enders beschreibt dann weiter, was mit der Nahrung im Mund, im Magen, im Dünn- und im Dickdarm passiert.

Tobias: Und welche Probleme es dabei geben kann sowie welche Therapien nützlich sind.

Susanne: Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind zum Beispiel viel häufiger Ursache von Bauchschmerzen und andern Symptomen, als bisher bekannt war. Sie können sogar zu Depressionen führen.

Tobias: Je älter man wird, desto weniger Milchzucker kann der Darm aufspalten, was zu Blähungen und Schmerzen führt. Glutensensitivität kann gar zu starken Darmschäden führen, wenn man regelmässig viele Getreideprodukte isst. Die Therapie ist in beiden Fällen einfach: Weniger vom Gleichen essen.

Susanne: Sie informiert uns ferner, was wir vorbeugend tun können für eine gute Verdauung – zum Beispiel, welche Lebensmittel günstig sind.

Tobias: Ich fand das Buch unterhaltend und werde es sicher ein zweites Mal lesen.

Susanne: Ich werde es als Nachschlagewerk benützen, wenn ich Verdauungsprobleme habe.


Giulia Enders: Darm mit Charme, Alles über ein unterschätztes Organ, Ullstein 2014, 28. Auflage

Beitrag von:

Jürg Krebs (80)

ist ein rüstiger Tänzer und ein geistig altersfreier Flaneur.

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