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Die Politik des Zuhörens

Zuerst war es nur ein Gedanke. Ein Gedanke, den Menschen zuzuhören. Das ist die Geschichte des Zuhörbänkli.

Sonntag, 28. August 2022 Ursina Rageth (72)
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Premiere an der Aare: ein Bänkli mit Zukunft. – Bild: Erika Kestenholz.

Es brauchte über ein Jahr und einigen Mut, bis ich das erste Mal auf einem Bänkli Platz nahm. Mit einem Schild «Möchtest Du etwas erzählen? Ich höre Dir zu» setzte ich mich an der Schwäbispromenade in Thun auf eine Sitzbank. Nach langem Warten setzte sich eine Frau zu mir. Sie war nach Thun gekommen, um herauszufinden, ob sie nach Thun ziehen möchte. Es war eine inspirierende Begegnung, und mir war klar, dass es mit dem Zuhörbänkli weitergehen wird.

Zuhörbänkli: Mut zur Begegnung. – Bild: Rebekka Flotron.

Wie das Zuhörbänkli zu UND kam

Im Rahmen eines Sitzbankprojektes der Stadt Thun im Jahr 2019 entstand ein «richtiges» Zuhörbänkli. Das neue gelbe Bänkli fand seinen Platz hinter dem Rathaus. Mit einigen FreundInnen haben wir das Bänkli den Sommer durch betrieben. Im Herbst meldeten sich Helen und Werner vom Generationentandem für ein Interview an. So kam es zum Beitrag im Magazin UND Generationentandem, schliesslich ergab sich eine Zusammenarbeit und heute ist das Zuhörbänkli Teil des Vereins. Im Herbst 2019 wurden neue ZuhörerInnen gesucht, ab Dezember 2019 stand das Bänkli in der Bahnhofhalle in Thun.

Verkehrsknotenpunkt: attraktiver Standort im Bahnof Thun. – Bild: Erich Studer.

Teilweise waren es 10-12 Personen, die dort wöchentlich jeweils zwei Stunden Platz nahmen und zuhörten. So ergaben sich viele spannende Begegnungen mit Menschen, die sich hinsetzten und etwas aus ihrem Leben erzählten.

Die ZuhörerInnen: mit offenen Ohren und Herzen für das Gegenüber. – Bild: Rebekka Flotron.

«Züglete» nach Bern

Leider ging das Bänkli im Frühling 2020 wegen des Lockdowns in eine längere Pause. In der Zwischenzeit kam es ins Generationenhaus nach Bern. Ein neues Zuhörbänkli wurde vom Generationentandem in Auftrag gegeben und steht jetzt wieder im Bahnhof Thun und wird seit Dezember 2021 wieder bedient. 

Frisch aufgemöbelt: Neustart im Bahnhof Thun. – Bild: Elias Rüegsegger.

Die Menschen scheinen noch vorsichtig zu sein, aber uns ist es wichtig, dieses Angebot weiterzuführen. Ein grosses Dankeschön geht an alle, die ihre Zeit und Begeisterung in dieses wertvolle Projekt hineingebracht haben.

«Für mich ist das Zuhörbänkli ein Herzensprojekt. Ich wusste von Anfang an, dass sich mein Leben verändern wird, falls ich es umsetze. So stehe ich heute, nach vier Jahren Bänkli, privat und beruflich an einem ganz anderen Ort im Leben. Ich durfte viele neue Erfahrungen sammeln, habe viele kostbare Begegnungen gehabt. Dafür bin ich unglaublich dankbar.»

Franz Klopfenstein

Niederschwellig und doch effektiv

Das Zuhörbänkli ist ein einfaches Angebot, es benötigt keine technischen Hilfsmittel, es ist immer auf Empfang – wenn das Gesagte auf ein offenes Ohr stösst. Das gefällt mir am Zuhörbänkli. Ich hatte in den letzten zweieinhalb Jahren in vielen kurzen und langen Gesprächen mit Menschen und ihren Welten Kontakt, die mir sonst verborgen geblieben wären. Das waren mir teils fremde Welten, sie machten mir aber deutlich, dass auch ich mich in einer – meiner! – spezifischen «Weltsichtblase» bewege. Ich erlebe diese Gespräche als Bereicherung und Horizonterweiterung.

Ist Zuhören politisch?

Die Idee des Zuhörbänkli ist für mich eine symbolische und politische. Eine zuhörende Gesellschaft ist verständnisvoller und letztlich friedlicher. Wir alle wollen gehört und verstanden werden – andernfalls wirkt sich das belastend auf unsere Befindlichkeit aus, wir verlieren den Glauben an uns und unser Umfeld, wir entwickeln Wut und Aggressionen. Verstehen beginnt mit Zuhören, Zuhören bedingt eine Offenheit, mich auf die Gedanken und Sichtweisen meines Gegenübers einzulassen – und dann landen wir im glücklichen Fall in einem Dialog: Die dialogische Haltung ist der Königsweg der Kommunikation.

ZuhörerIn: Ursina Rageth und Fritz Zurflüh im Dialog. – Bild: Rebekka Flotron.

Ich stelle mich in die Schuhe des Gegenübers und versuche, die Welt aus dieser Perspektive wahrzunehmen, ich interessiere mich für dessen Annahmen. Meist werde ich mir dann meiner eigenen Einschränkungen und Einseitigkeiten bewusst. Hinter all unseren Meinungen und Überzeugungen stecken Annahmen – unsere «Wahrheiten»! «Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten», sagt Albert Camus so treffend und entlarvend. Wenn wir beide eine dialogische Haltung finden, beginnt ein gemeinsamer Lernprozess, eine produktive Auseinandersetzung, bei der es nicht um Konkurrenz und Durchsetzung geht, sondern um Lernen und Erkenntnisse. Kurz: Die friedlichere Kultur unseres Zusammenlebens beginnt mit dem (einfachen) Zuhören – und ja: Zuhören ist nicht einfach – Zuhören ist das Ergebnis einer längeren Reise zu sich selber!

Warten auf Geschichten: Begegnung mit sich selber. – Bild: Elias Rüegsegger.

Selbst die Zeiten, in denen ich auf dem Bänkli für mich alleine sitze, erlebe ich als wertvoll. Es sind Zeiten, in denen ich mir selber begegne und mir zuhören kann. Ich habe mir angewöhnt, stets ein Notizbüchlein mitzunehmen, weil mir da neue und ungewohnte Gedanken in den Sinn kommen. Das Bänkli hat eine spezielle Atmosphäre.

«Ich finde, jede Familie, jeder Betrieb, jede Gemeinde braucht ein Zuhörbänkli, mindestens symbolisch, auf dem wir uns mit Interesse und Respekt um gegenseitiges Verstehen bemühen. »

Fritz Zurflüh

Zwei Zuhörer, zwei Texte von engagierten Freiwilligen, die bereits unzählige Stunden mit Zuhören und Sich-Einlassen auf das Gegenüber verbracht haben. In Thun sind momentan gut 20 Personen mit ihren eigenen Lebenserfahrungen bereit, um auf den zwei Bänken beim Rathaus und in der Bahnhofshalle Menschen Zeit zu schenken.

Das Zuhörbänkli ist täglich offen, in der Regel setzen wir uns für zwei Stunden hin. Wir sind eine offene, unkomplizierte und engagierte Gruppe und freuen uns darüber, Teil eines Angebots zu sein, welches von vielen geschätzt wird.

Um das zehnjährige Bestehen von UND Generationentandem zu ehren, kam am 16. August 2022, pünktlich zur Hauptversammlung, eine Sonderausgabe heraus.

Die Sonderausgabe lässt ehemalige und aktive Mitglieder zu Wort kommen und bietet einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Vereins. Der Beitrag über die Politpodien entstand im Rahmen dieser Sonderausgabe.

SAVE THE DATE: Mit einer Podiumsdiskussion zur Entstehung von UND Generationentandem feiern wir am am 21. Oktober 2022, 19 – 21 Uhr, im Gymnasium Thun-Seefeld dieses Jubiläum noch richtig. Seid dabei!

Ein engagiertes Team: Lust mitzumachen? – Bild: Erich Studer

Hast du ein offenes Ohr, bist du geduldig und begeistert vom Zuhören? Dann mach mit! Nach einer Einführung bist du als offizielleR ZuhörerIn dabei. Du bestimmst, wann und wie lange deine Einsätze dauern.

Melde dich bei uns: zuhoeren@generationentandem.ch | 079 836 09 37

Beitrag von:

Ursina Rageth (72)

Leonard Cohen singt: «There is a crack in everything, that's how the light gets in.» Als gwundrige Finderin, Optimistin und überzeugte Menschenrechtlerin freue ich mich immer wieder, diese Spalte aufzuspüren, zusammen mit Menschen dieses Licht zu entdecken.

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