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«Unterwegs» – ein Modewort

Wörter haben es in sich: Sie kommen irgendwo her, und sie gehen irgendwo hin. Es kann sich lohnen, über beides gelegentlich nachzudenken. UND-Autor Heinz Gfeller tut dies aus aktuellem Anlass über das Wort «unterwegs».

Dienstag, 11. August 2015 Heinz Gfeller (76)
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Heinz Gfeller (65)

Bild: Elias Rüegsegger
Bild: Elias Rüegsegger

«unterwegs» ist ein schönes Wort, in seiner Form und natürlich in den Vorstellungen, die es weckt.
Mit heutigem Sprachverständnis betrachtet, mag es etwas seltsam wirken: Warum sollen wir «unter» dem Weg sein? Wir nehmen ihn doch unter die Füsse – heute eher unter die Räder. Vergleichbare ältere Ausdrücke weisen uns jedoch darauf hin, dass auch ein anscheinend offensichtliches Wort wie «unter» Bedeutungen verschieben oder variieren kann. In «unterdessen» (= inzwischen) meint es eher «während»; «unter all den Leuten» ist man nicht begraben, sondern steht mitten «unter», also zwischen ihnen. (Siehe auch «Wir sind/bleiben unter uns», «unter uns gesagt»). «Unter Tag» spricht üblicherweise von Minen, von Bergbau, also  von wirklichen Tiefen; doch das klassische Berndeutsch führt auch noch «unger Tags»: für das  hochdeutsche «tagsüber»!
Nun aber «unterwegs», heute. So reichhaltig, oft symbolisch die Verbindungen sind, die wir mit «auf dem Weg sein» herstellen, so beliebt ist der Ausdruck geworden. Ideen, die er besonders gern erweckt, sind spiritueller, philosophischer Natur. Wer vom Menschen nicht allzu verächtlich denkt, sieht ihn wohl als Wanderer, als Reisenden; seine Lebensreise strebt dann einem Ziel zu, hat also Sinn. Unterwegs aber ist diese Reise nie vollendet, wir sind in Bewegung, nicht angekommen. Wir entwickeln uns. Ungern sehe ich, wie sich die allzu geläufige Sentenz vom «Weg, der das Ziel ist» aufdrängt.
Ausserdem zirkuliert, reist, verschiebt sich der heutige Mensch konkret vermutlich mehr denn je. Die Mobilität ist zu einem Kernthema, durchaus auch -problem unserer Zeit avanciert. Was mit uns «unterwegs» geschieht, erfordert immer mehr Überlegungen und Massnahmen. Wirbt nicht zum Beispiel die SBB mit heimeligen Zug-Bildern nach dem Motto «unterwegs zuhause»?
Weshalb nenne ich «unterwegs» jedoch ein Modewort? Das muss über seine grosse Verbreitung hinausgehen. Tatsächlich treffen wir auf Formulierungen der folgenden Art:
«Immer mehr Leute sind online unterwegs», sagt ein Sicherheitsexperte. Dabei wissen wir, dass sich diese Leute kaum bewegen.
«Die Firmen in dieser Branche sind allgemein gut unterwegs.» Eine Zwischenbilanz. Es handelt sich nicht um Transportfirmen; und selbst wenn, so wäre nicht die Firma auf der Reise – höchstens die Camions.
Frau Rytz, Präsidentin der Grünen, sagt über ihre Partei: «Insgesamt sind wir gut unterwegs». Der Kommentator meint (zu Recht): «Man möchte gerne wissen, wohin».
Mühelos lassen sich weitere Beispiele finden; das ist ja ein Kennzeichen dafür, dass es sich um eine Mode handelt. Das Wichtigste daran ist wohl, dass das Wort seinen ursprünglichen Sinn einbüsst. Es wird zunächst ausgeweitet, ungenau behandelt und schliesslich kaum mehr beachtet, nur noch nachgeplappert. Und so zur Worthülse (anderes Modewort!).
Seinerzeit hätte man wohl gesagt: «Jemand oder etwas verhält sich so und so, handelt oder funktioniert; etwas läuft, entwickelt sich…» Jetzt sind alle und alles «unterwegs» – durch den Tag, das Jahr, ihr Leben oder das Allgemeine. Von den ursprünglichen, und gerade auch den eher geistigen Bedeutungen des Worts, bleibt nichts.
Wir dürfen, scheint’s, ja auch nicht stillstehen. Folglich sind wir «gut (oder vielleicht – selten – schlecht) unterwegs».

Beitrag von:

Heinz Gfeller (76)

ist pensionierter Seminar-/Gymnasiallehrer, Deutsch und Französisch, geht weiterhin gern seinen Spezialitäten nach, reisend, lesend, schreibend…

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