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Ecuador – leben in der Illusion

«Wo ist das Paradies?» UND-Autorin Selina Farine erzählt von ihrer Reise nach Südamerika und warum sie wieder in die Schweiz zurückgekehrt ist.

Sonntag, 17. Mai 2015 Selina Farine
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Selina Farine (20)

«Das Paradies ist hier in Ecuador», erklärte mir Federico. Der 37-jährige Argentinier reist alleine durch Südamerika. Als ich ihn kennenlernte, finanzierte er sich sein Leben mit der Herstellung von Schmuck. Geld war ihm nicht wichtig. Nachts schlief er in seinem Zelt am Strand. So richtig abenteuerlich – aber auch einsam.

Leben ohne Geld und Stress

In Ecuador lernte ich die verschiedensten Menschen kennen – Einheimische und Reisende, Alt und Jung. Manche zogen nur an mir vorbei und andere hinterliessen Spuren und Fragen. Drei Tage blieb ich mit Federico, Emilie und Fabian an der Küste im Fischerdorf Puerto Lopez. Emilie ist Schweizerin wie ich und arbeitet für ein Jahr in Puerto Lopez. Sie erzählte mir, dass das Leben in Ecuador ganz anders als in Europa sei. Ihr gefalle es, dass die Menschen nicht so gestresst seien wie in der Schweiz. Bis heute weiss ich nicht genau, wie Fabian sein Leben finanzierte. Irgendwie funktionierte es einfach – anstatt mit Geld bezahlte der Kolumbianer meistens mit einer Gegenleistung.

«Hinter mir die Hauptstadt Quito – nicht vergleichbar mit Städten der Schweiz.» Bilder: Selina Farine/zvg
«Hinter mir die Hauptstadt Quito – nicht vergleichbar mit Städten der Schweiz.» Bilder: Selina Farine/zvg

Für Lebensmittel bot er zum Beispiel an, zwei Stunden im jeweiligen Geschäft zu arbeiten. Oder er ernährte sich von am Strand gefangenen und über dem Feuer gebratenen Krebsen. Für mich glich die Zeit in Ecuador – besonders in Puerto Lopez – einer Illusion. Alles fühlte sich surreal an und warf viele Fragen in mir auf: Was muss ich an mir ändern, um glücklich zu sein? Wie kann ich das Glück überall finden?

Ich traf die Drei gegen Ende meiner Reise. Vor allem Federico faszinierte mich, weil er mit einer Leichtigkeit in den Tag hineinlebte, die ich hier in der Schweiz selten bis nie zu spüren kriege. Sein Englisch war sehr schlecht, genauso mein Spanisch. Doch wir nahmen uns die Zeit und mit viel Geduld konnten wir uns austauschen – wir sprachen über Themen, die weit über Smalltalk zum Wetter hinausgehen.

In unseren Gesprächen löste er einige Fragen in mir aus. Wir diskutierten über Themen, die mich auch in der Schweiz immer wieder beschäftigen. Interessant war es vor allem, weil wir an total unterschiedlichen Punkten im Leben stehen – sei es nun kulturell oder vom Alter her.
Federico meinte, sein Glück – sein Paradies – gefunden zu haben. Für den Moment waren der Strand, die Sonne und seine Freunde in Puerto Lopez das grösste Glück für ihn. Ich selber war noch auf der Suche.

Hinter mir die Hauptstadt Quito – nicht vergleichbar mit den kleinen Städten der Schweiz.
Hinter mir die Hauptstadt Quito – nicht vergleichbar mit den kleinen Städten der Schweiz.

Als er versuchte, mir klar zu machen, dass man das Paradies nur in Südamerika finden könne, begannen sich die Gedanken in meinem Kopf zu drehen: «Wo ist das Paradies?» Im Sinne von: «Wo kann ich glücklich sein?» Ich behaupte, dass das Paradies nicht spezifisch in Ecuador zu finden ist. Obwohl ich dort wirklich vieles paradiesisch fand.

Ausbrechen aus dem Alltag

Matthew, ein Amerikaner im Kurzurlaub, sagte zu mir: «Nimm jede Chance wahr!» Eine ganze Nacht dachte ich im Regenwald darüber nach. Am nächsten Tag beschloss ich, mit Jan (67) zu sprechen. Zu Beginn war er mir nicht sympathisch gewesen. Das lag daran, dass er pausenlos sprechen konnte. Er kommt ursprünglich aus Schweden, wohnt jetzt aber seit seiner Pensionierung in Ecuador. Sein Alter erklärt wohl auch seine enorme Ansammlung an Wissen und das Beharren auf seiner Meinung.
Ich ging noch einmal auf ihn zu, um ihn zu fragen, ob ich sein Hilfswerk besichtigen dürfe. In dem kleinen Dorf Valdivia an der Küste – ganz in der Nähe von Puerto Lopez – hatte Jan das Spital «Futuro Valdivia» für die Einheimischen gegründet. Tatsächlich erhielt ich eine Woche nach unserem ersten Treffen eine private Führung. Jan erzählte mir einiges über seine Organisation. Dass jemand in diesem Alter noch solche Visionen haben kann und diese um alles in der Welt verwirklichen will, beeindruckte mich sehr. Mutig, in diesem Alter sein ganzes Leben in Schweden hinter sich zu lassen!

Jugend unterstützt Jugend

Die meisten Traveler waren ungefähr in meinem Alter. Es gab Tage, an denen ich genug von den sich immer wiederholenden Geschichten im Hostel hatte. Doch bei Dominik und Rebecca war das ganz anders. Ich traf die beiden Deutschen auf einer Free Walking Tour durch Quito. Ich erfuhr, dass ihr nächstes Reiseziel Banos war, das gleiche wie meines, und schloss mich ihnen an. Gemeinsam reisten wir vier Tage bis nach Cuenca. Mit Dominik konnte ich stundenlang über das Leben philosophieren. Seit einiger Zeit arbeitet er bei der Organisation Aiesec – sie ermöglicht Studenten ein Auslandpraktikum. Geführt wird das Unternehmen ebenfalls von Studenten. Also quasi von Studenten für Studenten. Eine Chance, um anderen Kulturen näher zu kommen und so ein besseres Verständnis für die Vielfalt der Welt zu erhalten.

Während meiner Zeit im Regenwald trag ich den Schweden Jan S. zum ersten Mal.
Während meiner Zeit im Regenwald trag ich den Schweden Jan S. zum ersten Mal.

Obwohl Deutschland und die Schweiz ziemlich eng beieinander liegen, sind die Kulturen grundverschieden. Vielleicht lag es auch einfach am Umstand, dass wir uns in Ecuador trafen. Ich musste mich jedenfalls erst an die Beiden gewöhnen. Genau solche kulturellen Differenzen waren es auf meiner Reise, die mir schlussendlich Antworten lieferten. Noch am Flughafen dachte ich darüber nach, in Ecuador zu bleiben, doch wie schon gesagt: Ich behaupte, dass das Paradies nicht spezifisch in Ecuador zu finden ist. Aber meine Reise war ein guter Weg, um meinem Glück einen Schritt näher zu kommen.

Beitrag von:

Selina Farine

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