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Ewiges Eis in Arktis und Antarktis

Beide Autorinnen haben schon Eis gesehen – aber nur eine das ganz grosse, das «Eis der Welt». Eine Erinnerungs-Fahrt zu den beiden Enden der Erde.

Sonntag, 08. März 2020 Karin Mulder (87)Mara Ludwig (24)
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Gewaltige Gletscherspalten: Ob sie wohl heute noch existieren? – Bild: Karin Mulder

Karin: Warst du schon mal im ewigen Eis?

Mara: Ja sicher, letzten Winter war ich auf dem Jungfraujoch. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viel Eis da oben liegt!

Karin: Oh doch, das kann ich. Ich habe schon viel Eis gesehen. Ich hatte das Glück, 1997 mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff, auf dem höchstens 120 Personen Platz finden, die Arktis zu erleben.  Es ist ganz erstaunlich, wie man mit dem Schiff einjähriges Meereseis durchfahren kann. In Spitzbergen kamen wir ganz nah an riesige Gletscher (bis neun Kilometer breit und 60 Meter hoch). Diese unberührte Natur, die wir auch mit Zodiacs, das sind sichere Schlauchboote, ganz nah erkunden konnten! Wir beobachteten auch Eisbären aus nächster Nähe.

Monacogletscher in Spitzbergen: Bis zu 9 Kilometer breit und 60 Meter hoch. – Bild: Karin Mulder
Exkursion auf Zodiacs: Unterwegs zur Beobachtung von Walrossen und Eisbären. – Bilder: Karin Mulder

Mara: War denn das nicht gefährlich?

Karin: Doch, wenn wir an Land gingen, durften wir uns nur in dem von zwei Rangern bewachten Areal bewegen, wir hatten alle rote Jacken an, damit wir gut sichtbar waren. Beim ersten Warnpfiff mussten wir sofort zurück zu den Booten.

An Land hiess es vorsichtig sein: Wir wurden mit roten Jacken ausgerüstet, damit wir gut sichtbar waren. – Bild: Karin Mulder

Doch unser Abenteuer nahm ein jähes Ende, als unser Schiff auf Grund lief. Jetzt begann ein fünftägiges Abenteuer in Schieflage. Wir machten Picknick auf einer Eisscholle und waren froh, dort aufrecht gehen zu können. Wir beobachteten Walrosse und Robben und wurden schlussendlich von der norwegischen Küstenwache gerettet. Während unser Schiff inspiziert wurde, lernten wir das Leben in Longyearbyen, einem Ort auf Spitzbergen, kennen. Dort arbeiten verschiedenste Nationen im Bergbau. Im Winter bleibt es sechs Monate dunkel, der Permafrost diktiert den Alltag. Die Häuser müssen auf Stelzen gebaut werden, da sie sonst langsam in den Boden einsinken würden. Es gibt eine bescheidene Flora. Sogar einen Wald, der drei bis vier Zentimeter hoch wird. Unser Schiff hatte keinen Schaden genommen, sodass wir nach Island und Grönland weiterfahren konnten.

Auf Grund gelaufen: Wir stecken fünf Tage in Schräglage. – Bild: Karin Mulder

Mara: Hast du während der Zeit mal Angst gehabt?

Karin: Nein, nie! Wieder in der Schweiz machte ich darüber eine Reportage für das Thuner Tagblatt. Dank der grosszügigen Entschädigung der Reederei konnten wir noch im selben Jahr die Antarktis besuchen.

Eisberg in Sicht! – Bild: Karin Mulder

Pinguine in der Antarktis

Angekommen in der Antarktis: Wir entdeckten riesige Tafeleisberge und See-Elefanten. – Bilder: Karin Mulder

Mara: Du warst also innerhalb von einem Jahr am Nord- und Südpol?

Karin: Nicht ganz; aber es war atemberaubend. Wir hatten ja im Norden schon mächtige Eisberge gesehen. Im Süden waren sie völlig anders, oft sind sie flach und haben gerade Kanten. Nach dem Überqueren der Drake-Passage entdeckten wir den ersten riesengrossen Tafeleisberg, auf dem sich einige Pinguine tummelten. Der zweite Eisberg war so gross wie zehn Fussballfelder. Wir umrundeten ihn mit dem Schiff in 40 Minuten. Die Antarktis ist Festland und mit ewigem Eis bedeckt. Es gibt kaum Flora, dafür eine sehr vielfältige Fauna. Vögel aller Art, Meeressäuger, Wale, Robben, Fische, Seelöwen, Seeelefanten und viele verschiedene Pinguine.

Wir konnten beobachten, welch steile Strecke die Pinguine zu ihren aus Steinen gebauten Nestern laufen mussten, um ihre Jungen zu füttern. Ich nannte das den Pinguin-Highway.

Karin Mulder

Mara: Wie habt ihr die beobachten können?

Karin: Wir fuhren immer wieder mit den Zodiacs zu den Inseln dort. Das absolute Highlight war eine Anlandung morgens vor 6 Uhr auf Deception Island. Das ist eine Vulkaninsel, auf der zu dem Zeitpunkt eine halbe Million Zügelpinguine lebten. Du kannst dir nicht vorstellen, wie laut sie schnattern und wie es dort stinkt. Wir konnten beobachten, welch steile Strecke die Pinguine zu ihren aus Steinen gebauten Nestern laufen mussten, um ihre Jungen zu füttern. Ich nannte das den Pinguin-Highway. Ich setzte mich nah bei den Pinguinen in den Sand, sie haben keine Furcht, watschelten auf mich zu und knabberten an meiner Windjacke.

Partnerschaftliches Brüten der Eselspinguine: Der eine holt Nahrung, der andere kümmert sich um das Junge. – Bild: Karin Mulder

Mara: Und Menschen gibt es dort keine?

Karin: Doch, es hat verschiedene Stationen, die früher dem Walfang dienten. Heute wird dort Forschung betrieben. Wir haben auch eine chilenische Station besucht. Die Männer dort freuten sich mit uns zu reden und erzählten viel über die früheren Expeditionen zum Südpol. Besonders spannend fand ich die Expedition von Ernest Shackleton, der mit Scott den Südpol erreichen wollte, was nicht gelang. Er ist mit dem Segelschiff «Endurance» im August 1914 in die Antarktis gesegelt, wird dann im Dezember von Packeis eingeschlossen. Im April 1915, der antarktische Sommer ist dann vorbei, friert das Schiff völlig ein. Die Männer verlassen es Ende Oktober und errichten Lager auf den Eisschollen. Danach wird das Schiff vom Eis zermalmt und sinkt am 21. November. Mit drei Rettungsbooten und dem Rest Proviant versuchen die 28 Männer eine Insel zu erreichen. Erst Mitte April 1915 erreichen sie Elephant Island, aber dort ist nichts, was eine Rettung bedeuten könnte. So entscheidet sich Shackleton, mit 5 Männern im Rettungsboot die 1500 km (800 Seemeilen) zu überwinden, um in Georgien Hilfe zu holen. Sie erreichen im ständigen Kampf mit Sturm, Kälte und Wellen nach 15 Tagen mit Hilfssegel und rudernd die Küste Südgeorgiens. Die ersehnte Walfangstation ist jedoch auf der andern Seite der Insel. Mit unglaublicher Kraftanstrengung überqueren die Männer in 36 Stunden den Gebirgszug, erreichen völlig erschöpft die Station. Währenddessen leben die verbliebenen 22 Männer auf Elephant Island im Eis nur von Robben und Pinguinen. Es braucht drei Rettungsversuche, bis endlich am 30. August 1916 alle 22 Männer gerettet werden können. Unglaublich, sie lebten noch alle, sahen aus wie Wilde mit langen Haaren, Bärten und schwarzer Haut vom Tranfeuer aus Pinguinen.

Von Eis eingeschlossen: Eine gefährliche Situation, die Männer auf dem Bild konnten ihre Zodiacs zum Glück befreien. -Bild: Karin Mulder

Mara: So ist es dir zum Glück nicht ergangen.

Karin: Ja, und ich war froh, dass wir komfortabel auf unser Schiff zurück konnten. Jeder Tag brachte eine Überraschung. In der Paradise Bay waren wunderschöne Gletschertürme, die krachend abbrachen und ins Meer plumpsten. An einem andern Strand lag das riesige Skelett eines Wals; Orkas (Killerwale) schwammen an uns vorbei, versuchten Pinguine zu erhaschen. Ich habe viele Pinguine gefilmt, es war faszinierend.

Mara: Würdest Du wieder gehen?

Karin: Oh ja, gerne, aber es wird sich viel verändert haben, denn in der Arktis wie in der Antarktis schmilzt das Eis erschreckend schnell.

Beitrag von:

Karin Mulder (87)

Aktive Grossmutter, mit grossem sozialen Engagement, die schlecht nein sagen kann. Ist gerade Seniorguide im MfK Bern und findet Dialog in jeder Form wichtig.

Mara Ludwig (24)

Mit einem Fuß in den Basler Hörsälen für Medienwissenschaften und Kulturanthropologie und dem anderen in einer Berner Gen-Z-Agentur kämpft sie nicht nur mit Deadlines und Uni-Druck, sondern daneben noch mit dem ständigen Balanceakt ihrer Selbstständigkeit im digitalen Dschungel. Wirklich abschalten? eher schwierig... doch in der Schauspielerei, der Musik und dem Poetryslam, finden sich Gelegenheiten zu kreativen Ausgleichen.

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