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«Ich schenke mir den Augenblick»

Den drei Fragen stellt sich Amanda Mena (37). Sie steht, wie man so sagt, mitten im vollen Leben, ist gelernte Köchin, Sozialarbeiterin und Mutter von zwei Kindern.

Mittwoch, 25. November 2020 Erika Kestenholz (78)
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Amanda Mena geniesst die herbstliche Sonne. – Bild: Susanne Kestenholz

Woher kommst du?

Ich wurde in Zürich geboren, aber meine frühesten Erinnerungen habe ich an Gualaceo in Ecuador. Es war eine aufregende und bunte Kindheit. Meine Eltern bauten mit den Menschen vor Ort eine Finca auf. In den Ställen lebten Hühner, Schweine, Meerschweinchen, Hasen und drei Kühe. Eine Baumschule wurde bewirtschaftet. Mein Vater ist Ecuadorianer und leitete die Bauern an. Thema war die nachhaltige Bewirtschaftung ohne Monokultur, welche den Boden auslaugt. Ich war in der dritten Klasse, als wir in die Schweiz zurückkehrten. Hier fand ich lange keinen Anschluss in der Klasse. In der Sekundarstufe lernte ich meine engsten Freundinnen kennen, mit welchen ich bis heute Kontakt pflege.

Ich absolvierte eine Kochlehre in der Hotelfachschule Belvoirpark. Parallel dazu besuchte ich die Berufsmittelschule. Die Ausbildung war streng. Für meinen Küchenchef war ich die erste weibliche Auszubildende, in einer Männerdomäne mit klarer Hierarchie. Ich war am richtigen Ort, aber an die langen Tage und den Stress musste ich mich erst gewöhnen. Das Kochen ist jedoch bis heute eine Leidenschaft von mir.

Nach einigen arbeitsreichen Jahren im Tessin und in Luzern in tollen Restaurants und Hotels zog es mich wieder nach Zürich. Hier fing ich an, Soziale Arbeit zu studieren. Zur gleichen Zeit lernte ich meinen Mann kennen. Wir zogen zusammen und ich wurde etwas überraschend schwanger. Parallel dazu arbeitete ich als Küchenchefin in einem Arbeitsintegrationsbetrieb der Stadt Zürich. Ich weiss rückblickend nicht mehr, wie ich das alles unter einen Hut brachte. Als unser Sohn Carlos zur Welt kam, durften wir zum Glück auf Unterstützung meiner Eltern und Schwiegereltern zählen. Während meines Mutterschaftsurlaubes schrieb ich die Abschlussprüfungen des Grundstudiums. Die folgenden drei Jahre nahm ich mir Zeit für das Studium und ein Praktikum im Suneboge (niederschwelliges Wohnheim für Menschen mit Substanzenkonsum und/oder psychischen Erkrankungen), wo ich anschliessend eine Festanstellung erhielt. Dreieinhalb Jahre nach der Geburt von Carlos kam Lisa zur Welt. Mein Diplom als Sozialarbeiterin erhielt ich drei Monate vor der Geburt.

Wo stehst du jetzt?

Nun arbeite ich seit über zwei Jahren in der FIZ (Fachstelle für Frauenmigration und Opfer von Menschenhandel). Ich mag die Herausforderung, merke aber, dass ich mir die letzten Jahre zu wenig Erholungszeit gegönnt habe. Darum bin ich seit diesem Frühling nur noch als Aushilfe im FIZ tätig, kann mehr rausgehen und alles etwas langsamer angehen.

Die aktuellen Geschehnisse bestärken mich darin, etwas mehr Ruhe ins System zu bringen. Ich merke, dass ich der Familie viel zumutete, zu viel verplante. Jetzt, wo das nicht mehr möglich ist, fehlt meinem Mann und den Kindern nichts. Ich liebe soziale Kontakte, aber mir geht es wunderbar, wenn ich alleine im Wald bin. Ich übe mich darin, mehr im Jetzt zu sein. Aus einer Weiterbildung nahm ich den Satz mit: «Ich schenke mir den Augenblick.»

Wo gehst du hin?

Die letzten Monate drehte sich ein Karussell der Emotionen, für alle. Ich wünsche mir, dass die Menschen einander mehr zuhören. Wir leben in einem Land mit so viel Sicherheit und Möglichkeiten wie fast nirgends sonst auf der Welt. Manchmal habe ich das Gefühl, wir vergessen das. In Zukunft will ich den kleinen Alltagsfreuden mehr Wertschätzung entgegenbringen und nicht alles als selbstverständlich ansehen. Ich freue mich darauf, im nächsten Jahr in grosser Runde Weihnachten zu feiern, mit der Familie, den Verwandten und vielen FreundInnen.

Beitrag von:

Erika Kestenholz (78)

Sie war Lehrerin und Familienfrau, pflegt Altbewährtes wie Musik, und ist offen für Neues. Lieber ein Miteinander statt ein Nebeinander oder sogar ein Gegeneinander. Das gilt auch beim Thema Wohnen. Generationenwohnformen haben Zukunft!

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One Response to “«Ich schenke mir den Augenblick»”

  1. Jürg Krebs 09.12.2020
    Antworten

    Gut und einfühlsam zusammengefasst. Merci.
    Was diese Frau alles geleistet hat! Erstaunlich. Zum Glück hat sie jetzt das Jetzt entdeckt. Ich wünsche ihr die Vertiefung.

    09.12.2020 at 17:26

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