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«Hallo Scham, hallo Angst»

Angst und Scham gehören zur Krankheit Magersucht. In seinem Lied «Hallo Scham, hallo Angst» beschreibt Elias die Abgründe, die Hoffnungen, die Ohnmacht während seiner langwierigen Erkrankung.

Mittwoch, 24. November 2021 Brigitta Ingold (71)Elias Gobeli (25)
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Fokussiert
Bild: Yvonne Gassner

Du beginnst dein Lied mit dem Satz «Hallo Scham, ich danke dir nicht, dass ich vor Menschen im Boden versinke.»

Elias Gobeli: Ich wurde schon im Kindergarten ausgegrenzt, da ich etwas verlangsamt war und eine spezielle Förderung brauchte. In der Primarschule wurde ich seelisch schikaniert, gemobbt.  Aber ich wollte nicht aufgeben und mich völlig zurückziehen. Zum Beispiel: Ich war kein guter Fussballspieler und wurde daher kleingemacht, dennoch spielte ich weiter. Ich wollte nicht vor Scham im Boden versinken. Ich kämpfte um Anerkennung.

In der siebten Klasse konnte ich etwas, was die andern nicht konnten. Nicht mehr essen, auch wenn es mich kaputt machte. Durch dieses Verhalten wurde meine Umgebung auf mich aufmerksam; ich wurde gepflegt, liebevoll umsorgt und das tat mir gut, gefiel mir sogar. Dann wurde ich in die Jugendpsychiatrie eingewiesen.

« Ich konnte etwas, was die andern nicht konnten. Nicht mehr essen, auch wenn es mich kaputt machte.»

Elias Gobeli

Eine weitere Aussage in deinem Lied: «Meine Gedanken sind enorm, ich falle in eine Starre und habe das Gefühl, die Menschen denken, dass ich dumm bin.»

Elias Gobeli: In der Jugendpsychiatrie ging es mir gut. Seit langem spürte ich wieder eine Lebensenergie. Ich wurde akzeptiert. Von meinen MitpatientInnen sogar bewundert, da ich ein Desinfektionsfläschchen angezündet hatte. Oder ich schrie auf einem Spaziergang: «Hallo Lüüt, mir sind vor Psychiatrie!», um die Reaktionen der Menschen zu beobachten. Es erwachte in mir der Rebell. Die Schule im geschützten Rahmen genoss ich, sie weckte in mir sogar die Interessen in Physik, Quantenphysik und Chemie. Ich bin nicht dumm, vielleicht etwas verlangsamt im Lernen. Doch diese Erkenntnis im Alltag umzusetzen ist schwierig.

 «Ich falle in eine Starre»: Da ich nun erwachsen bin, wurde ich nach einem Rückfall in die Erwachsenpsychiatrie eingewiesen. Da war alles anders, härter. Ich hatte die Entwicklung zum Erwachsenen noch nicht mitbekommen. Ich fühlte mich in diesem Umfeld komplett unverstanden. Ich reagierte mit Hilflosigkeit, Panikattacken, Selbstzerstörung. Ich ritzte mich tief in den Arm. Die Erinnerung an diesen Aufenthalt löst ein Ohnmachtsgefühl in mir aus.

«Ich bin nicht dumm, vielleicht etwas verlangsamt im Lernen. Doch diese Erkenntnis im Alltag umzusetzen ist schwierig.»

Elias Gobeli
Bild: Yvonne Gassner

Du singst vom Licht hinter dem Schatten, von fragenden Blicken von der Angst

Elias Gobeli: Ich möchte gesehen und gehört werden. Nicht der Magersüchtige sein, nicht der Schatten meiner selbst. Natürlich begleitet mich diese Krankheit. Sie ist und wird ein Teil von mir sein. Ich brauche nicht Kollegen aus Mitleid. Sondern Menschen, die mich ernst nehmen so wie ich eben bin. Schonung habe ich nicht nötig. Zweifellos fällt mir die Angst immer wieder in den Rücken. Ich bin ja auch erst 20. Eine Umgebung, wo ich geschätzt werde mit meinem Können – und so sein darf wie ich bin, habe ich im Moment gefunden. Ich arbeite im UND Generationentandem mit.

« Ich möchte gesehen und gehört werden, so wie ich bin.»

Elias Gobeli

Beitrag von:

Brigitta Ingold (71)

(Theologin, Pfarrerin) Zuhören, schreiben, lesen- unter Menschen zu sein ist für mich von grosser Bedeutung, eine Bereicherung.

Elias Gobeli (25)

Ich habe eine längere Geschichte hinter mir. Mein Ziel ist es in erster Linie Soziale Kontakte zu knüpfen. Die Aufklärung von psychischen Krankheiten ist mir sehr wichtig.

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