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Wo der Kehricht brennt

Thun produziert etwa 10'000 Tonnen Siedlungsabfall pro Jahr, Tendenz steigend. Wohin geht der Müll? Wie nachhaltig ist Recycling? Vom Gewerbe- und Siedlungsabfall bis zur wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Abfallentsorgung ist es ein langer Weg.

Donnerstag, 08. August 2019 Karin Mulder (87)Daniela Aregger (37)
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Der Blick in die Geschichte des Mülles zeigt keine schönen Bilder. – Bild: Walter Winkler

Im Jahr 1914 produzierte eine Person pro Jahr etwa 90 Kilogramm Abfall. Heute, hundert Jahre später, sind es bereits 715 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Essensreste, Fäkalien und Asche waren damals auf dem Land leichter zu verwerten oder entsorgen als in den wachsenden Städten. Nach dem Prinzip «Aus den Augen, aus dem Sinn» schüttete man die Abfälle in ein Tal oder in eine Grube, möglichst weit weg von der Ortschaft. Oft noch immer rauchend und stinkend.  War es voll, kam eine Erdschicht darüber und der Landstrich konnte neu verwendet werden. 

In der Stadt kippte man den Abfall auf die Strasse, wo ihn Stadtbäche in den nächsten Fluss schwemmten. Dies stank nicht nur fürchterlich, sondern trug auch zur Verbreitung von Krankheitserregern bei. Die Stadt Zürich baute deshalb 1904 die erste Verbrennungsanlage der Schweiz. Der Kehricht gelangte mit Pferdefuhrwerk und Lastwagen dorthin, wobei nach der Verbrennung nur noch Asche und Schlacke übrigblieb, frei von Krankheitserregern. 1926 wurden die Ochsner-Kübel, schwere Metalleimer mit Deckel, eingeführt, welche an den Strassenrand gestellt wurden und von Angestellten direkt in Lastwagen entleert werden konnten.

Die Stadt Bern brachte vorerst den Müll in die Strafanstalt Witzwil, wo Häftlinge Glas, Lumpen und Metall aussortierten. Der Rest verrottete auf einem Feld, wo Schweine davon frassen. Bald kam die Einsicht, dass Kehrichtverbrennungsanlagen eine Notwendigkeit sind. 1943 wurde in Basel, 1954 in Bern eine Anlage gebaut. Bereits damals wurde der Staub aus der Abluft gefiltert, und mit der Abwärme wurden umliegende Gebäude beheizt. 

Früher im Fluss, heute in der KVA Thun. – Bild: Walter Winkler

Zeitgemässe Entwicklung 

Nach wie vor mangelte es der Schweiz an Kehrichtverbrennungsanlagen. Ein grosser Teil des Abfalls wurde weiterhin in Deponien abgeladen. 1972 erliess der Bund ein Gewässerschutzgesetz; 1985 folgte ein Umweltschutzgesetz, Staat und Kantone führten in Folge modernere Formen der Kehrichtbeseitigung ein. Die Abfallmenge pro Kopf und Jahr stieg unaufhaltsam. 1988 wurde deshalb gemäss Verursacherprinzip die Abfallsackgebühr eingeführt. Zeitgleich begann man Papier, Karton, Glas, Pet-Flaschen und Metall zu trennen und zu recyclieren. Im Jahr 2000 wurde das Umweltschutzgesetz erweitert und damit die Ablagerung von brennbaren Gewerbe- und Siedlungsabfällen auf Deponien in der Schweiz verboten. 

Seit 1973 ist für die sichere, umweltgerechte und verantwortungsvolle Entsorgung von Abfällen im Kanton Bern die Abfallverwertungs-AG (AVAG) verantwortlich. Mit dem Deponieverbot wurde der Bau einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) entscheidend. Das Projekt KVA Thun wurde lanciert. Anfänglich gegen den Willen eines Teils der regionalen Bevölkerung gebaut, ist die stattliche Anlage heute ein Erfolg für Thun. Mit der schweizweit modernsten Anlage für Kehrichtverbrennung schaffte die Stadt neue Arbeitsplätze und förderte die nachhaltige Energieproduktion. 

Die Müllverbrennung im Überblick. – Bild: Walter Winkler

Was wird daraus? 

Die KVA verarbeitet jährlich rund 115‘000 Tonnen Abfall und etwa 10‘000 Tonnen Klärschlamm in ihrem Ofen thermisch zu Fernwärme (75’000 Megawattstunden pro Jahr) und elektrischer Energie (90’000 Megawattstunden pro Jahr). Diese Methode der Abfallentsorgung beseitigt die in Abfällen vorkommenden Krankheitserreger und Schadstoffe, ersetzt fossile Brennstoffe und führt Metalle in den Kreislauf der Wirtschaft zurück, wodurch Rohstofflager geschont werden. Die Anlage, in Verbindung mit Separatsammlungen der AVAG-Entsorgungszentren, zeigt uns, wie die AVAG sich als «kleines Rädchen» in die hochkomplexen weltweiten Wirtschaftszweige der Entsorgungs-, Rohstoff- und Energieindustrien eingliedert. Dabei werden nicht nur die strengen Grenzwerte der Luftreinhalte- und Abwasser-Verordnung eingehalten, sondern bei den Luftemissionen sogar die noch viel tieferen Garantiewerte um Faktoren unterschritten. Die Anlage in Thun gilt damit als eine der emissionsärmsten in Europa.


Daniela wagt den Blick ins Feuer. – Bild: Walter Winkler

Besuch und Besichtigung der KVA Thun 

Ein grosser Kubus auf der Kreiselmitte der Allmendstrasse zeigt den Weg zum imposanten Gebäude der AVAG Thun. Wir, Daniela Aregger, Karin Mulder und Walter Winkler, sind unterwegs zum Gespräch mit Horst Matzke, dem Leiter Sicherheit und Umwelt und Mitglied der Geschäftsleitung der KVA Thun 

Im grossen, modernen Mehrzweckraum zeigt uns Horst Matzke eine spannende Präsentation. Er führt uns Laien in das komplexe Thema der Abfallentsorgung ein. Die Siedlungs-, Gewerbe- und Industrieabfälle werden in modernen Kehrichtlastwagen angeliefert, in einem riesigen Abfallbunker gelagert, gemischt und dann mit einem Greifkran der Verbrennung zugeführt. Die Verbrennung geschieht bei einer Temperatur von 850 bis 1’100 Grad. Pro Stunde werden neun bis achtzehn Tonnen Abfall verbrannt, dies an durchschnittlich 330 Tagen im Jahr. 

Horst Matzke erklärt die Abfallverbrennungsanlage. – Bild Walter Winkler

Diese Zahlen machen uns neugierig. Auf dem Weg durch die Anlage werfen wir einen ersten Blick in den Bunker, in den der Müll nach dem Erreichen der Anlage gekippt wird. Der Fachmann, der einen riesigen Greifarm bedient, mischt und schichtet die Abfallberge gekonnt. In bestimmten Abständen wird eine Portion in den Brennofen geworfen. Im Gebäude, in dem sich der Brennofen befindet, ist es angenehm warm. Treppe um Treppe steigen wir um den Brennofen herum immer höher. Durch ein Guckloch lässt sich der Brennvorgang beobachten. Weiter geht es vorbei an den riesigen Kesselanlagen, in denen die Rauchgasreinigung, die Abwasser- und Flugaschenreinigung vollautomatisch stattfinden. Diese hochkomplexen Vorgänge gehen weiter, bis am Ende Schlacke und Hydroxidschlamm, in dem sich Schwermetallreste finden, übrig bleiben. Beides wird der Metallrückgewinnung zugeführt. Diese Abläufe finden ohne Unterbruch und autonom statt.  

Weiter sehen wir auch die Turbine und den Generator, wo der Dampf (unter 40 bar Druck) bei 400 Grad in elektrische Energie und Fernwärme umgewandelt wird. Auf dem Dach des Gebäudes angelangt, geniessen wir die Sicht in die Weite, bevor wir mit dem Lift zurück zum Eingang gelangen. Das Erlebte raubte uns fast den Atem, obgleich überall die Luft sehr gut war. Wir hatten mit mehr Gestank gerechnet. 

Beitrag von:

Karin Mulder (87)

Aktive Grossmutter, mit grossem sozialen Engagement, die schlecht nein sagen kann. Ist gerade Seniorguide im MfK Bern und findet Dialog in jeder Form wichtig.

Daniela Aregger (37)

«Ich arbeite im Bereich Fundraising und Kommunikation für das Schweizer Kinderhilfswerk Kovive, ich mag es, Zeit mit tollen Menschen zu verbringen, engagiere mich in meiner Freizeit für die Menschenrechte, interessiere mich für die unterschiedlichsten Themen, lese und reise gerne.»

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