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Aufmerksamkeitsraub

Investiere Zeit mit allen Sinnen in lebendige Beziehungen. Medienkonsum macht oft blind für die Menschen und das Leben um uns herum. Bleiben wir wach und halten unsere Augen offen. Unsere Autorin hat ein Wort aufgeschnappt und hinterfragt.

Dienstag, 15. Mai 2018 Telsche Keese (88)
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Wer kämpft alles um unsere Aufmerksamkeit? – Bild: Pixabay

«Aufmerksamkeitsraub»: Wer will rauben, wem soll etwas weggenommen werden? Bei diesem Wort schnappe ich nach Luft. Der Philosoph Richard David Precht hat gesagt, wir müssten uns im Zeitalter der Medien davor schützen, nicht zu viel Zeit in sie zu investieren, sonst ginge uns allen unbewusst etwas Wichtiges verloren.

Viele Menschen im öffentlichen Leben lieben das Bad in der Menge. Jubel und Begeisterung zeigen ihnen, dass sie anerkannt und geliebt werden. Sie wollen unbedingt gesehen werden. Wir tun es alle von Beginn unseres Lebens an: Wir versuchen, den glänzenden Blick unserer Eltern auf uns zu ziehen, der uns sagt: «Du bist ok.» Diesen Glanz der Wertschätzung brauchen und suchen wir auch im späteren Leben.

Seit einiger Zeit müssen wir dieses rare Gut der Aufmerksamkeit aber mit hinterlistigen Wegelagerern teilen. Sie nutzen jede Gelegenheit, uns aufzulauern, um unsere Sinne auf fremde Gesichter in den sozialen Medien zu lenken, dort werden sie beschwatzt und verfangen sich im Netz. Noch cleverer machen es die aufdringlichen Plagegeister hinter dem smartphone display, sie blinken und geben uns pausenlos Zeichen, sie zu beachten. Sie sitzen in Taschen und dunklen Behältnissen und rufen ständig: «Schau mich an, eine Sekunde nur!» So nagen sie an unserer Neugier, und wir zücken unsere teuflische Scheibe und lesen: «Ich bin hier, wo bist du? Bis gleich.» Raus aus der Tasche, rein in die Tasche, sie spielen mit uns ein lustiges Spiel.

Haben Sie diese Ganoven schon einmal erwischt? Ich auf jeden Fall nicht. Haben Sie eine Ahnung, ob sie aus Fleisch und Blut sind? Auf jeden Fall finde ich, sie haben keine Gesichter.

Wo Augen dich ansehen, ereignet sich etwas

Gestern, beim Warten auf dem Perron, geschah es. Ich liess meine Augen wandern, da traf mein Blick auf ein Augenpaar, es passierte blitzartig, ich erinnere mich nur, dass Sympathie mitspielte. Es war, als ob Magie dabei gewesen wäre. Ich hatte ein unruhiges, aber gutes Gefühl, als hätte jemand mich aus der Menge herausgehoben. Ich denke noch immer daran, ich hoffe, es passiert mir bald wieder.

Augen, sagt man, seien die Fenster zur Seele. Augen können Geschichten erzählen, Gefühle spiegeln, Ruhe oder Unsicherheit ausdrücken. Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte. Es passiert zum Beispiel so: Jemand kommt neu in eine Gruppe. Die Tür geht auf, die Anwesenden schauen auf, mustern die Person kurz, und schon hat die Person einen Eindruck hinterlassen und die anderen einen gewonnen. Wieso? Im Wechselspiel zwischen Bewegung, Haltung und Gesichtsausdruck senden wir unbewusst anderen Menschen kleine Anhaltspunkte – auch täuschende – und es entsteht schnell ein Bild in uns, wer die Person sein könnte. Blicke schaffen Kontakte.

Schau mich an, sprich mit mir – der Klick in die virtuelle Welt kann warten

In unserer Kultur ist es üblich, sich in die Augen zu sehen, in anderen gehört es sich nicht. Wir schauen uns an, freches Glotzen ist allerdings verboten. Wir wollen wahrgenommen werden und uns ein Bild machen, mit wem wir reden und es zu tun haben. Wenn sich die Blicke zweier Individuen kreuzen und sie auf ein Echo stossen, kann die Individualität sich erst richtig zeigen. Wir können einen Augenkontakt vermeiden, ihn aushalten oder erwidern. Wenn beim Flirten die Pfeile so richtig hin und her flitzen, dann geniessen wir die Aufmerksamkeit und Wertschätzung oder unsere Wirkung auf andere, immer auf der Suche nach unserem Selbst.

In unserer individualisierten Gesellschaft ist jetzt allerdings eine Garde von Raubrittern aufgekreuzt aus einer Parallelwelt, der virtuellen Welt. Sie bedroht uns und steht in Konkurrenz zu unserer realen Lebenssituation. Wir werden lernen müssen, sie in die Schranken zu weisen. Wenn wir das geschafft haben, bleibt genug Zeit, uns rundherum umzuschauen.

Beitrag von:

Telsche Keese (88)

Sie schreibt und dichtet, war Lehrerin für Französisch und Englisch, Deutsch als Fremdsprache. Langjährige Leitung eines Kulturclubs für Frauen von Dozenten der Uni Bern. Aktive Grossmutter, nimmt alles nicht so schwer.

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