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Grosi ist die Beste – aber sie muss nicht

Grosseltern haben so viel Zeit mit ihren Grosskindern wie noch nie. Von manchen Grosis wird erwartet, dass sie für die Enkel immer verfügbar sind. Der Club des Schweizer Fernsehens führt eine konstruktive aktuelle Debatte über die Rolle der Grosseltern, die wir alle führen sollten.

Mittwoch, 30. März 2016 Elias Rüegsegger (31)
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Als die Freundin des 18-jährigen Sascha Deboni sich vor einem Jahr von ihm getrennt hatte, war sein Ticket nach Neuseeland bereits gebucht. Er hatte seine Freundin dort in ihrem Auslandsjahr besuchen wollen. Mit seinem Liebeskummer wendete er sich an seine Grossmutter, erzählt Sascha Deboni am Dienstagabend im Club des Schweizer Fernsehens. Sein «Grömi» habe ihm geraten, dennoch nach Neuseeland zu gehen – halt alleine.

Erzählte von seiner Beziehung zu den Grosseltern: Sascha Deboni. – Bild: SRF/Screenshot
Erzählte von seiner Beziehung zu den Grosseltern: Sascha Deboni. – Bild: SRF/Screenshot

Dieser Club zum Thema «Die neuen Grossmütter – zwischen Enkelhüten und Abgrenzung» lebte von genau diesen liebevollen persönlichen Geschichten und Erinnerungen der DiskutantInnen. Die Beziehungen über Generationen hinweg in der Familie können sehr bereichernd sein. Generationenbeziehungen zwischen Enkeln und Grosseltern sind heute so intensiv und über so lange Zeit möglich wie nie in der Geschichte. Bei vielen Grossmüttern wird die Möglichkeit dieser Beziehung plötzlich zur  Pflicht. Und dann muss die Grossmutter. Muss sie?

Gibt es eine moralische Pflicht?

Grossmütter müssen nicht immer für’s Hüten verfügbar sein. Das ist der Tenor der Grossmütter im Club. Ältere Frauen müssen sich nicht übers Grossmutter-Sein definieren, findet Heidi Witzig von der Grossmütter-(R)evolution. Sie und viele andere ältere Frauen wollen ein anderes Bild der älteren Menschen errreichen.

Heidi Witzig (Bildmitte) von der Grossmütterrevolution. – Bild: SRF/Screenshot
Heidi Witzig (Bildmitte) von der Grossmütter(r)evolution. – Bild: SRF/Screenshot

Dennoch: Heute werden 80 Prozent der Betreuung der Grosskinder von Frauen übernommen, erklärt die Generationenforscherin Pasqualina Perrig-Chiello. Die Gesellschaft hat ihrer Meinung nach ein klares Interesse daran, dass die Grosseltern ihre Rolle beim Hüten übernehmen – das kostet den Staat wenig.

Hier sieht die Forscherin Handlungsbedarf. Heute betreuen in der Schweiz die Grosseltern ihre Enkel 99,6 Milliarden Stunden pro Jahr. Müsste das von der öffentlichen Hand finanziert werden, würden dafür 2 Milliarden Franken investiert. «Es ist wichtig, dass wir auch über Geld sprechen», findet die Generationenforscherin. Heute entscheiden sich junge Menschen, so die Forscherin, bewusst für oder gegen Kinder je nach Umfeld. Sprich: Ist ein gutes Grosi da, das mein etwaiges Kind betreuen kann, ist die Chance grösser, dass ich mich auch tatsächlich für ein Kind entscheide.

«Die Grosseltern sind doppelt belastet.» Die Generationenforscherin Pasqualina Perrig-Chiello. Bild: SRF/Screenshot
«Die Grosseltern sind doppelt belastet.» Die Generationenforscherin Pasqualina Perrig-Chiello. Bild: SRF/Screenshot

Wenn die Entscheidung für oder gegen ein Kind von den Grosseltern abhängt, ist das ein schlechtes Zeugnis für die Familienpolitik in der Schweiz. Hier sehen auch die DiskutantInnen politischen Handlungsbedarf. Konkret könnte das bedeuten: Mehr und günstigere Kita-Plätze, mehr finanzielle Unterstützung für die Familie durch die Gesellschaft und neue Ideen im Bereich der Freiwilligenarbeit.

Perrig-Chiello sieht ein weiteres Problem, denn die Grosseltern sind nicht nur als Grossmutter und Grossvater verpflichtet: «Die Grosseltern sind zunehmend doppelt belastet: Einerseits durch die Pflege der hochbetagten Eltern und andererseits durch die Betreuung der Enkel.»

Und was ist mit den Grossvätern?

Wobei die Arbeit schliesslich vor allem an den Frauen hängen bleibt. Es ist nur logisch, dass in der Runde des Clubs gestern nur ein Grossvater dabei war. Denn die Grossväter sind – mehr noch als die Väter – tendenziell in einem alten Rollenbild.  Die sehr junge Grossmutter Monika Zech ist aber überzeugt: «Die Rolle der Grossväter wird sich mit der Rolle der Väter wandeln.»

Der Grossvater Bruno Käppeli kann seine Enkel nicht an einem fixen Wochentag betreuen. «Aber wenn sie mich besuchen, dann musizieren wir oder gehen in den Wald, säubern Bachläufe oder bauen Wasserräder.» Die Beziehung zu den Enkeln sei ihm wichtig – es gebe immer wieder wunderbare Erlebnisse.

«Die Rolle der Grossväter wird sich wandeln.» ist die junge Grossmutter Monika Zech überzeugt. – Bild: SRF/Screenshot
«Die Rolle der Grossväter wird sich wandeln», ist die junge Grossmutter Monika Zech überzeugt. – Bild: SRF/Screenshot

Erziehen Grosseltern?

Die Runde im Club war sich in vielen Punkten weitgehend einig. Der Moderator Thomy Scherrer führte ruhig durch die Sendung und gab den persönlichen Geschichten viel Platz. Etwas unter ging dabei die Tatsache, dass nicht in allen Familien Generationenbeziehungen möglich sind. Sei das, weil die Grosseltern bereits gestorben sind oder weil eine angespannte Familiensituation den Dialog auf Augenhöhe verunmöglicht. Genau hier braucht es Generationenbeziehungen ausserhalb der Familie. Hier braucht es Projekte wie UND Generationentandem.

Ein Projekt ist auch die Erziehung der Kinder. Müssen die Grosseltern ihre Enkel miterziehen? Die jüngste Grossmutter der Runde, Monika Zech, differenziert: Es komme darauf an, wie oft die Grosskinder bei ihren Grosseltern seien. Esther Knaus wird deutlicher: Erziehung, das sei ganz klar Elternsache.

Esther Knaus und Bruno Käppeli. – Bild: SRF/Screenshot
Esther Knaus und Bruno Käppeli. – Bild: SRF/Screenshot

Der einzige Grosssohn in der Runde spricht davon, dass die Grosseltern ganz automatisch eine Respektperson sind. Gewisse Werte würden automatisch vermittelt. «Aber Erziehung mit dem Zeigefinger kenne ich von meinen Grosseltern nicht.»

Nach diesem Club ist klar, es gibt nicht einfach die Grosseltern. Und ältere Menschen – vor allem Frauen – sollen sich nicht über ihr Grossmutter-Sein definieren müssen. Damit dies nicht geschieht, ist die Politik gefragt. Die Diskussion hat gerade erst begonnen.


Mehr zum Thema

Grossmütter-Revolution – Plattform und Think Tank für die Frauen der heutigen Grossmütter-Generation.

Grosseltern – Das Schweizer Magazin über das Leben mit Enkelkindern.

Intergeneration – Die Plattform Intergeneration verbindet Generationen in der Schweiz, macht Generationenprojekte sichtbar und vernetzt Akteure und Interessierte.

Und natürlich bei UND Generationentandem. 🙂

Beitrag von:

Elias Rüegsegger (31)

Interessiert an Menschen und deren Fragen. Er initiierte UND Generationentandem 2012 im Rahmen seiner Maturaarbeit und ist seit 2019 Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Er studierte Theologie in Bern, und bildete sich im Bereich Sozialmanagement weiter.

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