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«Rüebli» und «Tassli»: Einige Kleinigkeiten

Diminutive – Verkleinerungsformen – sind in unserer Sprache verbreitet, im Dialekt wohl noch mehr als in der Hochsprache. Manchmal erscheinen sie wirklich lustig; auf jeden Fall regen sie an.

Sonntag, 21. Januar 2018 Heinz Gfeller (76)
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Kolumnist Heinz Gfeller. – Bild: Manuel Meister

Darf ich Sie ein Weilchen mit Gedankenspielchen unterhalten? Ein Weilchen, nicht eine Weile: Es soll wirklich nicht lange dauern.

Was für ein brutales Gemüse ist eine «Karotte», verglichen mit unserem lieblichen «Rüebli»! Und doch bleibt schleierhaft, warum unsere Rüben besonders klein sein sollen, selbst wenn sie nicht vom Bio-Stand stammen. Pflegen wir eine intime Beziehung zu ihnen?

Auch unser «Tassli» eignet sich durchaus nicht nur für Espressos. Diese Verkleinerungen! Woher kommen sie wohl; warum bleiben sie in Gebrauch?

Solche Fragen gehen mir durchs Köpfchen – falsch, da heisst es «Kopf». Doch wer ein besonders gutes, ein helles hat, dem verkleinern wir’s. Ein Zeichen von Bewunderung wohl. Gilt auch fürs «Händchen»: wenn sich jemand auffällig geschickt zeigt. Spreche ich da von meinem eigenen, mag ich mich wohl zärtlich geben.

Es kommt aber noch hübscher. Was tun verliebte Pärchen (nicht die nüchternen statistischen Paare)? Sie halten Händchen – auch wenn sie nicht mehr jung sind, auch mit Pranken. Natürlich, Zärtlichkeit auch hier, und von den Zuschauern aus ein mildes Einverständnis.

Oft meinen wir wohl, die Diminutive, die Verkleinerungen seien für die Kinder bestimmt – oder die Kinderlein: bis zu welchem Alter denn? Wenn «Kindchen» sich sogar an eine erwachsene Person richten kann… Den Kinderchen also muten wir die Zwerglein zu – so putzig, so winzig – oder die Kühlein, d’Söili (die dicken), Elefäntchen, alles in herzigen Büchlein… Wollen da die Eltern oder die SchriftstellerInnen nicht erwachsen werden?

Kinder mögen freilich noch Märchen – nicht Mären wie im Mittelalter –, wo Schneewittchen aus den Tellerlein isst, wo ein Tischlein sich deckt, auch wenn das Mahl üppig wird.

Wir Erwachsenen und Modernen sollten sachlicher sein, sind es auch, bei aller Verliebtheit: Wir reden nicht mehr von unserm «Liebchen» – vielleicht noch vom «Schatz», den man immerhin auf allerhand Arten verkleinern kann. Die «Mündchen» und «Äugelein» sind aus den Beschreibungen verschwunden; gerade noch geblieben die Grübchen. Und Härchen stehen nicht für Haare.

Was aber tut sich in der weiblichen Welt? Wo das Weibchen nur noch tierisch vorkommt? Schon das «Kindchen» müsste aufmerken lassen: Es gilt doch ausschliesslich weiblichen Wesen.

Haben Männer stets das Bedürfnis, Frauen zu verniedlichen? Aus verliebten wie aus höhnischen Motiven? Da stehen vor mir plötzlich zwei sprachliche Urgesteine: das «Fräulein» und das «Mädchen».

Gewiss, das «Fräulein» haben wir in zähem Ringen abgeschafft; zu Recht wohl, obschon es auch edle Motive gegeben haben wird, es von der «Frau» abzusondern: Zum Beispiel, junge Wesen zu schonen? Höflichkeit in einer früheren Gesellschaft? Doch das parallele «Männchen» oder «Männlein» (ausser im Walde) hat es ja nie gegeben. Das «Frölein» als Berufsbezeichnung haben die Männer selber unmöglich gemacht.

«Erwachsene Frauen mit «Mädchen» zu titulieren, zeugt allerdings von schlechtem Geschmack, wieder vorwiegend männlichem.»

Bleibt ein Rätsel: das Mädchen. Welches uns ständig stört, weil wir es nicht mit «es» bezeichnen sollten, noch wollen – aber «sie» nicht korrekt tönt. Bübchen und Knäblein sind heute winzig oder überhaupt untergegangen; hartnäckig stehen Buben, Knaben, Jungen ihm/ihr gegenüber – dem Mädchen. Was sie von den «Meitschi», den «Modi» halten, mag oft wenig schmeichelhaft sein, fällt aber auf sie selber zurück.

Auf seiner/ihrer Seite ist die «Maid», selbst im Schlager, ausgestorben (das «Maidelein» hat schon Morgenstern als Witz vorgebracht). Es bleibt dieser Diminutiv – der keiner mehr ist. Erwachsene Frauen mit «Mädchen» zu titulieren, zeugt allerdings von schlechtem Geschmack, wieder vorwiegend männlichem. Doch wie nennen wir all die grossen Kinder weiblichen Geschlechts?

Es nützt nichts: Wir müssen das Wort stehen lassen, es respektieren, wie die Menschen dahinter auch. Die Sprache hat es so entwickelt; und es ist nicht alles ideologisch begründet, was sie ausdrückt – entgegen einer heute verbreiteten Ansicht. Die Sprache hat ihre Würde genauso, wie alle Menschen, alle Mädchen sie beanspruchen dürfen.


Die gesammelten Kolumnen

Die Kolumnen von Jung und Alt. Hier berichten verschiedene UND-AutorInnen über Themen aller Art – in ihrem je eigenen Stil.

Beitrag von:

Heinz Gfeller (76)

ist pensionierter Seminar-/Gymnasiallehrer, Deutsch und Französisch, geht weiterhin gern seinen Spezialitäten nach, reisend, lesend, schreibend…

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One Response to “«Rüebli» und «Tassli»: Einige Kleinigkeiten”

  1. Werner Kaiser 05.02.2018
    Antworten

    Ja, da gibt es noch so ein wunderschönes Beispiel: Das Wort „So“ ist doch recht nüchtern. Da sagen wir doch lieber „soli“. Oder sogar „sodeli“. Absolute Spitze ist dann „sodeliso“. (Ich weiss nicht, welchem Kabarettist ist das entnommen habe)

    05.02.2018 at 20:21

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