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Voyeurismus

Heinz Gfeller berichtet über «sehen und gesehen werden» in fernen Ländern. Eine Reise in den Voyeurismus.

Mittwoch, 26. August 2015 Heinz Gfeller (76)
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Heinz Gfeller (66)


Die Kolumnen von Jung und Alt. Hier berichten abwechslungsweise die UND-RedaktorInnen Jürg Krebs, Livia Thurian, Heinz Gfeller und Elias Rüegsegger.

Kolumnist Heinz Gfeller. Bild: Manuel Meister
Kolumnist Heinz Gfeller. Bild: Manuel Meister

Mit «M’as-tu vu?» bezeichnen die Franzosen den Typ, der mit Vorliebe auf sich aufmerksam macht, sich selber besonders besonders findet, gesehen werden will. Es muss, denke ich, auch das Gegenstück dazu geben: Menschen, die nicht angeschaut werden möchten. Die vielleicht gar als Objekt herhalten müssen, damit aber unglücklich sind.

Nun bin ich auch in Namibia gewesen, im südlichen Afrika, wohin gegenwärtig Europäer scharenweise reisen – es ist ein ruhiges Land -, habe mir die wundervollen Landschaften und all die Tiere zu Gemüte geführt; sie haben meinem Gemüt gut getan, und ihnen war’s egal, von mir betrachtet zu werden.

Wie jedoch mit den Menschen, die dort leben? In viel geringerer Dichte als bei uns, doch zumeist in offensichtlicher Armut, in dürftigsten Verhältnissen.

Wir – ich gehörte zu einer Zwölfer-Reisegruppe – fuhren oft neben ihnen vorbei. Wir warfen bei etwa 80 Stundenkilometern einen flüchtigen Blick auf ihre Behausungen, auf sie selber, die wohl gar winkten, oder uns so ansahen… uns, hinter den Scheiben des Kleinbusses, geschützt wie im Nationalpark, wo man dem Löwen das Fenster auch nicht öffnen sollte. Die Fotos wurden unscharf.

Manchmal besuchten wir sie, wo sie sich anschauen liessen, etwa in einem «Living Museum», einer Einrichtung für Touristen, wo Eingeborene alte, kaum mehr praktizierte Bräuche und Verrichtungen vorführen; sie bieten sich in ihrer sehr knappen Bekleidung dar, alles darf fotografiert werden, das ist im Eintrittspreis enthalten. Sie blickten uns oft kaum oder gar nicht an; sie verrieten nicht, was sie bei der Schaustellung empfanden; und wir waren leicht betreten. Wir prüften immerhin: Die Fotos waren gut ausgefallen.

Schliesslich haben wir einen Abstecher gemacht zu dem Volk, welches als das urtümlichste, seinem Naturzustand noch nahe – durchaus angepriesen wird: zu den Himba. Wir wurden geführt von einer Himba-Dame, die eindeutig in der heutigen Welt angekommen ist: ausladend gekleidet im Gegensatz zu ihren fast nackten angeblichen Verwandten, im Auto zirkulierend, nicht anscheinend untätig am Boden kauernd, aus dem Städtchen, nicht der Öde zwischen Dornbüschen… Wir haben gegrüsst, drei Wörter, die man uns vorgesagt hatte. Wir haben in einfachste Hütten hineingeschaut – wie kann man hier schlafen und nicht frieren? -, in Essenskessel – würden wir das runterbringen?

Vor allem: Hier wussten wir entschieden nicht, was unsere Gegenüber, soweit sie sich denn gegenüberstellten, von der Situation, von ihrer eigenen Rolle und von uns hielten. Schauten sie eigentlich? Wir, wir äugten, spähten, starrten – und fotografierten.

Wir haben die Himba gesehen. Wir waren gekommen, um etwas zu sehen. Wir haben unser Reiseziel erreicht, als perfekte Voyeure.


UND die Kolumnen
Heinz Gfeller ist pensionierter Gymnasiallehrer und freier Autor bei UND. Er wohnt in Bern.  Abwechslungsweise schreiben als Kolumnisten Jürg Krebs, Livia Thurian, Heinz Gfeller und Elias Rüegsegger.

Beitrag von:

Heinz Gfeller (76)

ist pensionierter Seminar-/Gymnasiallehrer, Deutsch und Französisch, geht weiterhin gern seinen Spezialitäten nach, reisend, lesend, schreibend…

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EntwicklungslandHeinz GfellerHimbaKolumneNamibiaVoyeurismus

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