UND Generationentandem

UND Generationentandem

  • online
  • print
  • programm
  • technikhilfe
  • höchhus
  • festival
  • about
  • Menschen
  • Politik
  • Kultur
  • Meinung
  • Generationenfragen
  • Voll digital
  • wohnenUNDleben
  • Team
  • Mitmachen
  • Mitgliedschaft
  • Spenden
das Generationentandem
Menu
  • online
    • Menschen
    • Politik
    • Kultur
    • Meinung
    • Generationenfragen
    • Voll digital
    • wohnenUNDleben
  • print
    • Schwerpunkt
    • Magazin bestellen
    • Magazin verschenken
  • programm
    • Events Archiv
    • Zuhörbänkli
    • UND-Runde
    • Politpodien
    • UniSONO
    • Generationenforum
    • Generationentalk
    • Kerzenziehen
  • technikhilfe
    • Blog: voll digital
    • Individuelle Technikhilfe
    • Verschenken
  • höchhus
    • Öffnungszeiten
    • Angebot
    • Soziale Gastronomie
    • Unterstützung gesucht?
    • Tauschen statt kaufen
    • Organisation
    • Geschichte
  • festival
    • News
    • Info
    • Festivalgelände
    • Organisation
    • Mitmachen
    • Unterstützung
    • Rückblick 2024
  • about
    • Blog
    • Strategie
    • Projekte
    • Mitmachen
    • Verein
    • Charta
  • Team
  • Mitmachen
  • Mitgliedschaft
  • Spenden

Gemeinschafts-Zeit

Zwischen Nadja und Annemarie liegen 60 Lebensjahre. Die Nachbarschaftshilfe hat die beiden zusammengeführt, seither sehen sie sich alle zwei Wochen. Es ist ein Austausch, der für beide Seiten enorm wertvoll und bereichernd ist.

Donnerstag, 09. Februar 2023 Sandro Hodel
 Facebook  Twitter  WhatsApp  E-Mail

* Dieser Beitrag erschien bereits auf dem Gesellschaftsblog.

Kaffee trinken, sich austauschen, gemeinsam arbeiten: Annemarie und Nadja treffen sich rund alle zwei Wochen. – Bilder: Sandro Hodel

Annemarie’s Augen glänzen als sie die Tür aufmacht, der Empfang ist herzlich. Die Alterswohnung ist ein kleines Bijou und gleichzeitig ein Museum voller Sammelobjekte und persönlicher Lebensgeschichten. Im Entrée fällt eine Parade von Holzfiguren unmittelbar ins Auge, daneben eine detailgetreue Szenerie eines Karussells und darüber an der Wand winterliche Naturbilder und Schaukästen mit Räuchermännern.

Ein mit Teppichen belegter Gang führt in ein kleines Ess- und Wohnzimmer, in welchem uns ein gedeckter Tisch mit Trauben und Biskuits erwartet. Im heimeligen Wohnzimmer finden sich weitere Sammlungen von Puppen und Steinen, daneben eine zwei Meter grosse, detaillierte Nachbildung einer Winterszenerie aus den 30er-Jahren. Den Miniatur-Weihnachtsmarkt hat Annemarie gemeinsam mit ihrem Mann liebevoll in Kleinstarbeit aus handgeschnitzten Holzfiguren aus dem Erzgebirge zusammengestellt. Annemarie putzt und staubt alle ihre Sammelobjekte regelmässig ab. Fast alles in ihrer Wohnung teilt eine Geschichte und Erinnerungen aus ihrem Leben, welche sie uns lebhaft und mit vielen Details erzählt.

Unterschiedliche Lebensgeschichten

Annemarie ist voller Energie, sanftmütig und hat einen wachen Blick. Sie hat ein bewegtes Leben hinter sich. Alle nahestehenden Freundinnen seien während der Pandemie verstorben. Deshalb schätze sie die Gesellschaft, welche sie in ihrer Alterswohnung sonst kaum mehr habe. Ihr zweiter Mann – ihre grosse Liebe – ist vor 12 Jahren gestorben. Über dem Bett prangt ein gerahmtes Foto von ihm. Ob wir wissen möchten, wie sie sich kennengelernt hätten, fragt Annemarie und beginnt zu erzählen. Es ist eine rührende Geschichte, welche nach 11 Monaten in einer gemeinsamen Hochzeit mündete und das schönste Kapitel in Annemarie’s Leben beginnen liess.

«Ich bin hier, weil ich noch eine Aufgabe zu erfüllen habe, nämlich für meinen Sohn da zu sein»

Annemarie

«Ich bin hier, weil ich noch eine Aufgabe zu erfüllen habe, nämlich für meinen Sohn da zu sein», erzählt sie. Nadja hört aufmerksam, interessiert und empathisch zu, den Blick auf Annemarie geheftet. Die 28-Jährige ist im Mai zur Nachbarschaftshilfe gestossen. Die beiden wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Aufgewachsen in Ravensburg in einem familiären Umfeld und mit einer engen Beziehung zu ihren Grosseltern ist Nadja vor zwei Jahren für ihre Ausbildung nach Zürich gezogen. Es sei ihr ein Anliegen, sich für die Menschen in ihrem Umfeld zu engagieren. Deshalb habe sie spezifisch nach Nachbarschaftshilfen gesucht und sei dabei auf die Genossenschaft Zeitgut Höngg-Wipkingen aufmerksam geworden.

Annemarie und Nadja sind eines von rund 90 Tandems der Nachbarschaftshilfe in Höngg-Wipkingen. Die Genossenschaft Zeitgut Höngg-Wipkingen umfasst knapp 220 Mitglieder und ist eine von 14 lokalen Nachbarschaftshilfen in der Stadt Zürich. Sie fördern und vermitteln die nachbarschaftliche Hilfe im Quartier, wie beispielsweise Einkäufe erledigen, jemanden zu Terminen begleiten oder Gesellschaft leisten. Menschen, die sich helfen, werden in sogenannten «Tandems» zusammengeführt.

Mehr unter: www.zeitgut-zuerich.ch

Bereichernde Begegnungen

«Wir treffen uns rund alle zwei Wochen», erklärt Nadja, «Dann trinken wir gemeinsam Kaffee, erledigen kleinere Arbeiten im Haushalt oder machen einen gemeinsamen Ausflug». Stolz zeigt Annemarie den Flyer eines klassischen Konzerts, welches sie gemeinsam besucht hatten. «Es waren Gratis-Karten, als Freiwillige nehmen wir sonst nichts an», ergänzt Nadja. Annemarie ist im Alltag immer noch selbständig unterwegs und erzählt von ihren Tagesausflügen nach Wädenswil, Einsiedeln oder Chur. Langweile kenne sie nicht, es gäbe immer etwas zu tun. Doch die Gesellschaft im Alltag fehle ihr schon. Die Treffen mit Nadja sind für Annemarie daher ein Segen und sie schätzt den unkomplizierten und herzlichen Austausch.

«Der Egoismus ist gross in der heutigen Zeit, gerade auch nach der Corona-Pandemie. Mir tut es gut, damit etwas Sinnvolles zu leisten».

Nadja

«Nadja ist wie eine Enkelin für mich», meint Annemarie. Auch Nadja geht jedes Mal zufrieden aus den gemeinsamen Treffen. «Es ist faszinierend, wie reich der Schatz an Lebenserfahrungen und Anekdoten von Annemarie ist. Das ist für mich enorm bereichernd und ich kann sie ab und zu um einen Ratschlag fragen. Es ist ein Geben und Nehmen. Unser Austausch gibt mir enorm viel zurück», schwärmt sie, «Der Egoismus ist gross in der heutigen Zeit, gerade auch nach der Corona-Pandemie. Mir tut es gut, damit etwas Sinnvolles zu leisten».

«Wir haben uns getroffen und es hat gleich gepasst. Dann haben wir uns auf der Stelle umarmt»: Nadja über ihr erstes Treffen mit Annemarie. – Bilder: Sandro Hodel

Engagement mit Herz

Die Offenheit und Sympathie zwischen den beiden ist spürbar. «Wir haben uns getroffen und es hat gleich gepasst. Dann haben wir uns auf der Stelle umarmt», erinnert sich Annemarie. «Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen für andere einsetzen», meint Nadja. In ihrem persönlichen Umfeld würden alle äusserst positiv auf ihr Engagement reagieren, doch die wenigsten liessen sich für ein eigenes persönliches Engagement überzeugen. Neben ihrer Arbeit als Wirtschaftsprüferin wird ihr auch im Privatleben nicht langweilig – Familie, Freunde, Wandern oder Volleyball sind nur einige ihrer Hobbies. Trotz ihres vollen Terminkalenders findet Nadja regelmässig Zeit für die gemeinsamen Treffen. «Mich für einen fixen Wochentag zu verpflichten, wäre schwierig. Die spontanen Treffen alle zwei Wochen lassen sich aber gut einplanen. Das ist auch eine Frage der Prioritäten», erklärt Nadja. Unter den Engagierten der Nachbarschaftshilfe finden mehrmals pro Jahr Zusammentreffen statt. Das gibt Gelegenheit, auch andere Engagierte kennenzulernen.

«Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen für andere einsetzen»

Nadja

Heute muss Nadja früher gehen als üblich. Sie hat noch gleichentags den Brief zur bestandenen Modulprüfung auf dem Weg zur diplomierten Wirtschaftsprüferin erhalten und geht noch mit Freunden darauf anstossen. Der Abschied ist herzlich mit einer Umarmung und zwei Küsschen auf die Wangen. Annemarie begleitet sie zur Tür und winkt zum Abschied. In rund 14 Tagen sehen sich die beiden wieder.

Der Gesellschaftsblog

Sandro Hodel ist 34 Jahre alt und kommt aus Zürich. Soziales und gesellschaftliches Engagement ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Im beruflichen Teil konnte er einen Tag des sozialen Engagements (www.tag-der-guten-tat.ch) ins Leben rufen und Kontakte zu verschiedensten Organisationen und Institutionen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich pflegen. Im Privaten haben ihn verschiedene Sozialeinsätze erfüllt, ihm einen Einblick in neue Lebenswelten verschafft und wertvolle Begegnungen ermöglicht.

Aus diesem Interesse ist der Gesellschaftsblog entstanden. Der Anreiz: einen Einblick in die Arbeit von Menschen und Institutionen gewinnen und dieses persönliche Herzblut und Engagement authentisch nach aussen tragen.

Beitrag von:

Sandro Hodel

Unterstütze UND Generationentandem!
Jetzt Spenden

Mehr UND in deiner Mailbox. Erhalte einmal pro Monat die wichtigsten Neuigkeiten per E-Mail.

Das könnte dich auch interessieren:

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Abbrechen

Kontakt

UND Generationentandem
Offenes Höchhus
Höchhusweg 17, 3612 Steffisburg
und@generationentandem.ch
079 836 09 37
UND-Telefon (Mo–Fr, 8–17 Uhr)

Informiere dich!

Medienmitteilungen
Medienspiegel
Konzept
Projekte
Partner

Sei dabei

Mitmachen
Spenden
Mitglied werden
Magazin bestellen
Magazin verschenken
UND-Tasche bestellen

Folge uns!

UND in den Sozialen Medien
Newsletter
Facebook
Instagram
Youtube
Soundcloud

Stadt Thun

Beisheim Stiftung

Intern | UND Generationentandem © 2026 | Impressum & Datenschutz
Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Optionen verwalten Dienste verwalten Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}