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Psychische Gesundheit: Wenn es überall brennt, braucht es Feuerwehren – und auch mehr Brandverhütung

Die heutige Lebensweise ist anspruchsvoll. Viele Menschen sind psychisch krank und mit ihnen ihr gesamtes Umfeld. Auch Wirtschaft, Politik, Gesundheitssystem und Zivilgesellschaft sind betroffen. Fachleute und Betroffene auf dem Podium des Generationenforum sind sich einig: Es brennt überall, es braucht mehr Feuerwehren – und mehr Brandverhütung.

Mittwoch, 22. November 2023 Tabea Keller (26)Elias Rüegsegger (31)Heidi Bühler-Naef (72)
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Das Generationenforum zum Nachschauen und Nachhören
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Ein ExpertInnen-Podium: Thomas Ihde, Cornelia Lenoir, Elias Rüegsegger (Moderator), Re Joller und Melis Sakru. – Bild: Screenshot, UND Generationentandem

Bevor die vielen BesucherInnen des Generationenforums im Saal Platz nehmen konnten, konnten sie drei Fragen beantworten: 

  • Warst du in deinem Leben schon mal am Anschlag? Antwort: Fast alle.
  • Wie geht unsere Gesellschaft mit psychischen Problemen um? Antwort: Nicht so gut.
  • Was tust du, wenn du am Anschlag bist? Antwort: Etwas, was mir persönlich guttut.
Eine etwas andere Publikumspartizipation: Das Publikum beantwortete vor dem Podium bereits drei Fragen zum Thema. – Bilder: UND Generationentandem

«Heute ist es eine Normalität, dass wir alle an den Anschlag kommen», sagt Thomas Ihde (54) Chefarzt der Psychiatrie der Spitäler fmi AG und Präsident Pro Mente Sana gleich zu Beginn. Sachkenntnis, Empathie, Präsenz und Aufnahmevermögen. Die Anforderungen im Berufs- und Familienleben sind immens. Nimmt die Leistungsfähigkeit etwas ab, kann die Spirale rasch abwärts drehen. 

Sind wir heute zu wenig hart im Nehmen?

Wir leben in einer Welt, in der mentale Kräfte gefordert sind. Überall locken Ablenkungen, Kommunikationen auf verschiedenen Kanälen, oft parallel. Es gibt wenig Ruhe, kaum Langeweile. Und dennoch: Nein, Depression sei keine Wohlstandskrankheit. Uganda weise die höchste Rate auf. Im Gegenteil: Wohlstand schütze vor psychischen Krankheiten, so Thomas Ihde. 

«Wohlstand schützt vor psychischen Krankheiten.»

Thomas Ihde (54)

Wenn es brennt, holt man auch die Feuerwehr!

Wissen, dass es und wo es Hilfe gibt, ist sowohl für PatientInnen wie Menschen in deren Umfeld wichtig. Drucksten Betroffene vor Jahren noch verschämt rum, waren sie psychisch krank oder hatten kranke Angehörige, so ist es heute «normaler» darüber zu sprechen. 

Vor 15 Jahren überwies der Hausarzt die PatientInnen zu den SpezialistInnen, heute kommt der Rat, Hilfe zu suchen oft im Sportsverein, in der Schule oder bei FreundInnen. Aber die Anlaufstellen sind überlastet, das Personal knapp, die Wartezeiten gefährlich lange. Eigentlich wäre es klar: Wenn es überall brennt, muss man mehr Feuerwehren haben. Und zugleich braucht es aber langfristig auch mehr Brandverhütung – also Prävention. Doch gerade hier stehen verschiedene AkteurInnen auf dem Schlauch.

Für Thomas Ihde liegt die Lösung auf der Hand: Psychische Erkrankungen nehmen zu, also braucht es auch mehr Anlaufstellen für Betroffene. – Bild: UND Generationentandem

Unser Gesundheitssystem am Anschlag

2012 wurde das Präventionsgesetz abgelehnt. Die Vorlage hätte es dem Bund ermöglicht, Massnahmen zur Krankheitsvorsorge besser zu steuern und koordinieren. Dazu kommt: Es gibt zu wenig Pflegende, zu wenig PsychiaterInnen und ein angejahrtes Tarifsystem, das neue und billigere Alternativen zu klinischen Aufenthalten kaum deckt. 

Aber das ist noch nicht alles: Die Angehörigen haben kaum eine Stimme. Ja, es gibt Fälle, da ÄrztInnen die Angehörigen nicht einmal zur Kenntnis nehmen, geschweige denn kennen. «Ein Kunstfehler aus meiner Sicht», empört sich Cornelia Lenoir (66), Psychiaterin und Psychotherapeutin. Die behandelnden Fachleute brauchen die Angehörigen der PatientInnen dringend. Denn im Alltag, in der Familie und im Freundeskreis finde das Leben statt.

Herkulesaufgabe: tragfähiges Umfeld

Wie schaffen es Angehörige, zu allen heute üblichen Anforderungen hinzu noch die Ausnahmesituation einer psychischen Erkrankung im Umfeld zu ertragen und gar positiv zu beeinflussen? Das geht nicht ohne Unterstützung.

Der Verein EX-IN bietet Angehörigen- und Genesungsbegleitung durch ausgebildete Menschen, die selbst eine kritische Situation durchlebt haben. Regula Joller (65) ist Co-Präsidentin und berichtet aus ihrer Arbeit: Sind einmal Wut, Trauer oder Scham ausgesprochen und gibt es ein Gegenüber, das weiss, wovon man spricht und aktiv zuhört, dann ist schon eine grosse Hürde auf dem Weg zur Linderung genommen. Aus eigener Erfahrung weiss sie, dass Kreativität viel Energie freilegen kann. So regt sie an, ureigene Ausdrucksformen zu finden, sei es in der Musik, in der Bewegung oder bloss im Erfinden eines Kochrezeptes. 

Was aber, wenn ein minderjähriges Kind «die Angehörigen» repräsentiert und deren Arbeit ganz selbstverständlich übernimmt? 

Melis Sakru (31) ist eine ehemalige Young Carer und bei den Get Together der Young Carers dabei. Sie bestätigt, dass Kinder oft vergessen gehen, weil die Fachleute nur die mündigen Personen einbeziehen. Bei den Young Carers kann sie sich unter Menschen austauschen, die ähnliche Erfahrungen haben und Kraft schöpfen.

Betroffene im Gespräch mit Tabea Keller

Peter Willener erzählt Tabea Keller von seinen Erfahrungen mit Burnout und Depression. Den Anstoss, Hilfe zu holen, als er «die Orientierung verlor», gab ihm seine damalige Partnerin. Der Heilungsweg war lang, ja jahrelang; es sei illusorisch eine psychische Krankheit möglichst schnell aus der Welt zu schaffen.

Die Young Carer Linn Zurflüh erzählte bescheiden und ungemein eindrücklich von ihrer Kindheit und Jugend an der Seite einer kranken Mutter. Für sie waren alle übernommenen Aufgaben «normal». Ihr war lange gar nicht bewusst, dass sie eine Young Carer ist, und sie ist ein Beispiel für eine übersehene Angehörige. 

Was ist bloss zu tun?

Cornelia Lenoir berichtet über die Therapiemethode Open Dialog, die etwa in Interlaken angewendet wird. Das gesamte Netzwerk der PatientInnen wird in die Behandlung und in wichtige Entscheide einbezogen. Hier werden Betroffene gefragt: «Was braucht es eigentlich?» «Wo drückt der Schuh?». Leider verhinderten Vorurteile die Durchsetzungskraft dieses neuen Ansatzes. Zudem bevorzugt das aktuelle Abrechnungssystem stationäre Behandlungen. Hier gelte es anzusetzen. Gemeinsam einen guten Weg zu finden, der auch bezahlt werde, da stimmt auch Regula Joller zu.

Das soziale Umfeld in die Behandlung miteinzubeziehen ist zentral: Cornelia Lenoir klärt über den Ansatz «Open Dialog» auf. – Bild: UND Generationentandem

Thomas Ihde wünscht sich, dass Förderung der psychischen Gesundheit endlich zuoberst auf ein Parteiprogramm kommt. Melis Sacru möchte, dass Junge besser geschützt werden in Familie und in der Arbeitswelt.

Forum fast ein «Open Dialog»

Die Fachleute auf dem Podium, moderiert von Elias Rüegsegger, die Betroffenen im Gespräch mit Tabea Keller, das Publikum, das sich mit Antworten auf die drei Eingangsfragen einbringen und am Schluss noch Fragen stellen konnte – dieses letzte Generationenforum im 2023 – ein Open Dialog, auf seine Art ein Gesamtkunstwerk. 

Ein berührendes, hochaktuelles Podium: Das Generationenforum «Am Anschlag – Reden wir drüber». – Bilder: Screenshot, UND Generationentandem

Dieses Generationenforum grenzte sich bewusst vom Thema Resilienz ab. Siehe dazu Generationenforum Resilienz – wie wir die Wirklichkeit aushalten. Erfahre hier mehr über vergangenen Generationenforen.

Beitrag von:

Tabea Keller (26)

Studentin der Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Besonders interessiert an Sozialpolitik, gesellschaftlichen Herausforderungen und spannenden Lebensgeschichten.

Elias Rüegsegger (31)

Interessiert an Menschen und deren Fragen. Er initiierte UND Generationentandem 2012 im Rahmen seiner Maturaarbeit und ist seit 2019 Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Er studierte Theologie in Bern, und bildete sich im Bereich Sozialmanagement weiter.

Heidi Bühler-Naef (72)

Bücher, Bilder, Berge, Bündner Birebrot machen ihr Leben aus! Bei UND Generationentandem ist sie im Vorstand, leitet das Event- und Kommunikationsteam mit Tabea Arnold und textet viel. 2024 moderierte sie das Generationenfestival im Tandem mit Nilai Scheiwiller.

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One Response to “Psychische Gesundheit: Wenn es überall brennt, braucht es Feuerwehren – und auch mehr Brandverhütung”

  1. Erika Kestenholz 26.11.2023
    Antworten

    Ein top Bericht über einen top Anlass! Danke!

    26.11.2023 at 13:21

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