UND Generationentandem

UND Generationentandem

  • online
  • print
  • programm
  • technikhilfe
  • höchhus
  • festival
  • about
  • Menschen
  • Politik
  • Kultur
  • Meinung
  • Generationenfragen
  • Voll digital
  • wohnenUNDleben
  • Team
  • Mitmachen
  • Mitgliedschaft
  • Spenden
das Generationentandem
Menu
  • online
    • Menschen
    • Politik
    • Kultur
    • Meinung
    • Generationenfragen
    • Voll digital
    • wohnenUNDleben
  • print
    • Schwerpunkt
    • Magazin bestellen
    • Magazin verschenken
  • programm
    • Events Archiv
    • Zuhörbänkli
    • UND-Runde
    • Politpodien
    • UniSONO
    • Generationenforum
    • Generationentalk
    • Kerzenziehen
  • technikhilfe
    • Blog: voll digital
    • Individuelle Technikhilfe
    • Verschenken
  • höchhus
    • Öffnungszeiten
    • Angebot
    • Soziale Gastronomie
    • Unterstützung gesucht?
    • Tauschen statt kaufen
    • Organisation
    • Geschichte
  • festival
    • News
    • Info
    • Festivalgelände
    • Organisation
    • Mitmachen
    • Unterstützung
    • Rückblick 2024
  • about
    • Blog
    • Strategie
    • Projekte
    • Mitmachen
    • Verein
    • Charta
  • Team
  • Mitmachen
  • Mitgliedschaft
  • Spenden

Der UND-Buchclub schaut in die Zukunft

Was beschäftigt beim Blick auf die Zukunft Jung und Alt? Das Buch «Corpus Delicti» von Juli Zeh im UND-Buchclub.

Freitag, 07. April 2017 Elias Rüegsegger (31)
 Facebook  Twitter  WhatsApp  E-Mail

Redaktion: Heinz Gfeller (67)

Bild: Elias Rüegsegger
Bild: Elias Rüegsegger

Das Buch: Corpus Delicti. Ein Prozess – Juli Zeh (Roman. 2009)

Da wir uns diesmal ein futuristisches Buch vorgenommen haben, machen wir uns vorweg Gedanken darüber, was uns im Blick auf die Zukunft besonders beschäftigt. Dazu äussern sich die Buchclub-TeilnehmerInnen Annemarie Voss, Elisabeth Wieser, Marianne Senn, Annina Reusser, Karin Mulder und Heinz Gfeller in einer ersten Runde:

Was drängt sich uns beim Gedanken an die Zukunft auf?

Annina Reusser. – Bild: Manuel Meister
Annina Reusser. – Bild: Manuel Meister

Annina Reusser (22)

Bereits heute hinterlassen wir überall Spuren, sichtbare in unserer physischen Umwelt, aber auch versteckte in unserer virtuellen Umwelt. Insbesondere im Internet – Big Data. Bereits heute sagt unsere Browser-Chronik mehr über uns aus als ein Bewerbungsdossier. Auch in 40 Jahren existiert diese Information noch irgendwo. Sind wir dann so transparent, gläsern, dass niemand mehr etwas verbergen kann?

Karin Mulder. – Bild: Jana Daepp

Karin Muler (77)

Ich mache mir Gedanken über die Roboter, von denen man so viel Erleichterung erwartet. Mich beschäftigt: Wo bleibt der Mensch – und die Menschheit wächst ja rasend schnell!

Heinz Gfeller. – Bild: Manuel Meister
Heinz Gfeller. – Bild: Manuel Meister

Heinz Gfeller (67)

Die Überreglementierung: Aus Angst vor möglichen Schäden schränkt man die Möglichkeiten der Menschen immer stärker ein (Beispiel Rauchen). Vernünftige Einschränkungen sind nützlich; aber radikale Regeln fördern Widerstand, Auflehnung. Besonders schlimm dabei: eine generelle, automatische Kontrolle.

Marianne Senn (64)

Zukunft – wesentlich scheint mir, sich nicht von Ängsten leiten zu lassen. Einzig die Klimaveränderung scheint mir unausweichlich; darauf sollten wir uns einstellen.

Annemarie Voss. – Bild: Robin Glauser
Annemarie Voss. – Bild: Robin Glauser

Annemarie Voss (71)

Zukunft macht mir keine Angst. Wäre ich jung, würde ich mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Es wird wesentlich besser werden als die schlimmen Prophezeiungen.

Elisabeth Wieser. – Bild: Manuel Meister
Elisabeth Wieser. – Bild: Manuel Meister

Elisabeth Wieser (75)

Die grossen Fortschritte in der Technik sind leider nicht auch Fortschritte in der menschlichen Natur. Der Mensch wird sich in meinen Augen eher zurück entwickeln. Die Entwicklungen von Technik und Mensch klaffen immer mehr auseinander. Dazu das Zitat aus «Corpus Delicti»: «Es ändert sich niemals etwas. Ein System ist so gut wie das andere. Das Mittelalter ist keine Epoche. Mittelalter ist der Name der menschlichen Natur.» (Seite 235)

Damit sind wir beim Roman von Juli Zeh

1984 ist lange vorbei; totalitäre Staaten gibt es, wenn auch nicht gerade in der von George Orwell erfundenen Form. Die «Mitte des 21. Jahrhunderts», die Juli Zeh beschreibt, haben wir noch nicht erreicht; vielleicht wird sich Deutschland dann auch nicht so totalitär präsentieren wie in diesem Roman. In beiden Fällen haben wir es mit einem Modell zu tun – das uns jedoch ernsthaft über Mechanismen einer durchkontrollierten Gesellschaft nachdenken lassen will.

Die Hauptfigur in Juli Zehs Roman, Mia Holl, ist eine rationale, aber gespaltene, labile Person und deshalb interessant. Sie wird unfreiwillig zur Gegnerin des herrschenden Systems, obwohl sie in der Mitte zwischen Extremen steht: ihrem anarchischen, emotionalen Bruder Moritz, der Opfer des Systems wird, einerseits, und dem Justizapparat andrerseits, der zwar unterschiedliche Charaktere umfasst, aber die geltenden Prinzipien – die METHODE – erbarmungslos durchsetzt.

Als eine zweite ambivalente Figur tritt Heinrich Kramer auf, welcher indessen die METHODE überzeugend vertritt: das System, welches den Corpus, den Körper und damit die Gesundheit zum alleinigen Kriterium fürs Leben erklärt und die unvollkommenen Menschen seinen Regeln strikt unterwirft.

Grauenhaftes spielt sich in einem Rahmen ab, der doch unserem vertrauten Alltag ähnelt, wie etwa Mia Holls Nachbarinnen ihn verkörpern. Banale Porträts und philosophische Gedankengänge berühren einander.

Reaktionen auf die Lektüre

Annemarie Voss: Die im Buch heraufbeschworene Zukunft ist beängstigend. So sehr, dass ich mich gar nie voll und ganz auf das Buch eingelassen habe.

Bild: Elias Rüegsegger
Bild: Elias Rüegsegger

Elisabeth Wieser: Eine Zukunft, die wahr werden könnte. Der Gedanke, dass solche Systeme sich aufbauen, langsam aber sicher, ist beklemmend. Nicht auszudenken, dass ein Staat besser weiss, was gut für mich ist, als ich selbst.

Heinz Gfeller: Der Roman, so unrealistisch er in etlichen Punkten erscheinen mag, stellt einen Zustand dar, den wir auf keinen Fall erreichen möchten. Aber er bildet auch Dinge ab, die in heute existierenden Staaten vorkommen. Wie verhindern wir, so weit zu kommen?

Marianne Senn: Der Roman beschreibt einen diktatorischen, repressiven, korrupten Staat, der Unfehlbarkeit beansprucht. Besteht diese bedenkliche Entwicklungsmöglichkeit? Existieren Ansätze? Wesentlich scheint mir, unsere ethischen, kulturellen Errungenschaften, wie Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Nächstenliebe, und politische Systeme mit Gewaltentrennung, direkter Demokratie, Mehrparteiensystem zu bewahren.

Annina Reusser: «Corpus Delicti» zeichnet das Bild einer totalitären, engmaschigen Gesellschaft, in der sich eine unbescholtene Bürgerin immer tiefer verstrickt. Man könnte es Tragödie oder Apokalypse nennen. Das Buch greift wunde Punkte unserer Gesellschaft auf, die wir auch wahrnehmen. Ich verstehe es als Aufruf, sich bewusst zu werden, dass wir die Zukunft mitgestalten können. Wir sollten uns damit auseinandersetzen, in welcher Zukunft wir leben möchten. Und uns dafür einsetzen.


Bisherige Beiträge zu Buchclubs

Regelmässig besprechen Jung und Alt Bücher. Nach der Lektüre treffen sie sich zum Buchclub.

Beitrag von:

Elias Rüegsegger (31)

Interessiert an Menschen und deren Fragen. Er initiierte UND Generationentandem 2012 im Rahmen seiner Maturaarbeit und ist seit 2019 Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Er studierte Theologie in Bern, und bildete sich im Bereich Sozialmanagement weiter.

Unterstütze UND Generationentandem!
Jetzt Spenden

Themen

kulturLiteratur

Mehr UND in deiner Mailbox. Erhalte einmal pro Monat die wichtigsten Neuigkeiten per E-Mail.

Das könnte dich auch interessieren:

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Abbrechen

Kontakt

UND Generationentandem
Offenes Höchhus
Höchhusweg 17, 3612 Steffisburg
und@generationentandem.ch
079 836 09 37
UND-Telefon (Mo–Fr, 8–17 Uhr)

Informiere dich!

Medienmitteilungen
Medienspiegel
Konzept
Projekte
Partner

Sei dabei

Mitmachen
Spenden
Mitglied werden
Magazin bestellen
Magazin verschenken
UND-Tasche bestellen

Folge uns!

UND in den Sozialen Medien
Newsletter
Facebook
Instagram
Youtube
Soundcloud

Stadt Thun

Beisheim Stiftung

Intern | UND Generationentandem © 2026 | Impressum & Datenschutz
Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Optionen verwalten Dienste verwalten Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
{title} {title} {title}