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Die Perfektionistin

Oft sind wir uns gar nicht bewusst, was in unseren Köpfen tagtäglich vor sich geht. Schauen wir genau hin, passiert in vielen Köpfen Entsetzliches. Da wird geschimpft und genörgelt, was das Zeug hält. Ein Kopfkinodrama: «Gefangen in sich selbst».

Freitag, 14. Juni 2019 Isabel Hochuli (67)
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«Das hat dir der Teufel gesagt!» Das Rumpelstilzchen im Kopf.  – Illustration: Mara Ludwig

Die Perfektionistin befand sich in guter Gesellschaft mit anderen Frauen. Immer hatte sie ihr Letztes gegeben. Superwoman. Alles nie schmutzig, immer alles sauber. Superwoman gab sich natürlich nicht mit dem Mutter- und Hausfrausein zufrieden. Selbstverständlich musste sie auch beruflich Karriere machen und natürlich behaupteten die Rechten, dies sei für eine Hausfrau und Mutter gar kein Problem. Sie musste auch eine Superehefrau sein, gutaussehend, schlank bleiben, sportlich sein, gut im Bett.

Superwoman bemerkte langsam, dass sie aus der Spur lief. Ihre Selbstzweifel mündeten in Selbsthass. Sie kam nie auf die Idee, dass es falsch sei, alles immer perfekt machen zu wollen. Sie kam nie auf die Idee, auf die Natur und ihre Erzeugnisse zu achten. Dann hätte sie nämlich gemerkt, dass die Schönheit der Natur aus kleinen Mängeln bestand. In Superwomans Kopf steckte ein kleines hässliches Männlein, vergleichbar mit Rumpelstilzchen.

Jedes Mal, wenn sie etwas Unperfektes tat, meldete es sich und monierte, dass ihr kleiner Fehler eine grosse Kata-
strophe sei. Es kritisierte alle Mängel mit aggressiver Stimme. Alle, die Grimms Märchen kennen, sehen Rumpelstilzchen vor sich: Schrill, klein, gemein. Eine sich überschlagende Stimme in der höchsten Oktave: bizarr, klirrend, sie brachte Gläser zum Bersten. Nie lobte es, wenn etwas gelang.

 Superwoman war in einer intakten Familie aufgewachsen und in dieser passierte, was in vielen Familien an der Tagesordnung ist. Es wurde gemeckert, gerügt, geschimpft, genörgelt und auf sie eingetextet. Wollte sie ohne Kappe auf den Spielplatz, redete man auf sie ein, bis sie diese anzog. Dabei hätte einmal, aber bestimmt, gereicht. Ein Psychologe hat errechnet, dass Kinder bis zum fünften Lebensjahr häufig mehr als vierzigtausend-
mal, im Durchschnitt 22 mal pro Tag, getadelt werden. Aus diesen Botschaften wird später der innere Kritiker oder der Nörgelpeter. Der Nörgler mordet stückchenweise unsere Selbstliebe.

Also hasste Wonderwoman sich selber. Sie traf dann, nachdem sie ihrem Mann trotz aller Bemühungen nicht mehr genügte, auf Superman. Er war ein warmherziger, gefühlvoller Mann, chaotisch, einfach herrlich unperfekt. Er war so ganz anders als alles klinisch Reine in ihrer perfekten Welt. Er fand sie gut, ohne dass sie etwas leisten musste. Doch Superwoman hatte immer noch dieses Scheissrumpelstilzchen im Kopf.

Dieser Mann hatte so eine Kann-keiner-Fliege-was-zu-leide-tun-Intelligenz, die sie einfach aufweichte. Sie entdeckte, dass nicht alles immer klinisch rein zu sein hat, und das war so herrlich unverkrampft. Und so wurde sie nach und nach aufgeweicht, und seine schönen Komplimente sickerten langsam in ihre entkalkten Gehirngänge. Totale Gehirnwäsche. Superwoman wurde immer nachsichtiger mit sich selber und mit ihrer Umwelt. Es war schön zu sehen, wie sie dahinschmolz wie Butter in der Sonne, und sie warf Rumpelstilzchen seinen Namen an den Kopf. Dieses schrie: «Das hat dir der Teufel gesagt!» Und verdampfte.

Beitrag von:

Isabel Hochuli (67)

Ist Psychiatriepflegefachfrau und Psychologin. Sie ist eine passionierte Leserin, ist interessiert an Politik, Religion und Literatur.

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