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«Ich – mein Körper – ich»: ein Hungerreigen

Ende Februar 2024, passend zu Kafkas hundertsten Todesjahr, wird im Berner Kleintheater «Theater Szene» das fulminante Theaterstück «Ich – mein Körper – Ich» erneut zu sehen sein. Das Figurentheater, tiefsinnig und phantasievoll von Theatermacherin Felice Stockhammer inszeniert, konfrontiert das Publikum mit den Abgründen von Körperkult und Diätwahn.

Freitag, 02. Februar 2024 Eve Stockhammer (62)
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Nina spielt Nina: Die Protaginistin des Stücks «Ich – mein Körper – Ich», gespielt von Nina Sautter. – Bild: zvg

In einer Welt, die sich um Zahlen dreht – Kalorien, Kilos, Kleidergrössen – und die sich hungrig nach Perfektion verzehrt, nimmt «Ich – mein Körper – ich» die Zuschauer:innen auf eine Reise der Körperreflexion mit. Die Bühne wird zum Schlachtfeld, auf dem die Protagonistin, gegen einen Teil ihres Ichs kämpft, während Stimmen von Objekten und Dämonen ihr Selbstbild herausfordern. Ist der perfekte Körper ein Gewinn, oder nur eine weitere Fessel? Das Stück wirft einen schonungslosen Blick auf die Obsession mit dem Körperbild und fordert uns mit seinem Hungerreigen heraus, die scheinbare Kontrolle, die wir zu haben glauben, zu hinterfragen.

Kalorienkampf und Diätgeister

Auf der Bühne steht ein schwarzer Psychiater-Fauteuil, darauf thronend ein übergrosses Diätbuch. In düsterer Schatten-Atmosphäre wandeln drei anonyme Figurenspieler in schwarzen enganliegenden Körperanzügen. Kühlschänke auf Rädern drehen zu Videosequenzen steile Runden. Oben auf sitzt Nina Samsa im Nacht-Negligé, die diätversessene Protagonistin und einzige Menschdarstellerin auf der Bühne, berauschend gespielt von Schauspielerin Nina Sautter.

Fokus auf das Körperbild: Wenn die Diät zum Leben wird. – Bild: unsplash

Endlich ist es so weit: Nach monatelangem Diätenterror hat sie erfolgreich ihre Wampe verloren. Doch der Preis ist hoch. Ninas Welt besteht nur noch aus Küche. Umgeben von spottende Diätgeister und verführerische Gaumenkitzler führt sie einen monologischen Kalorien-Kampf zwischen Selbstvorwürfen und Rechtfertigung. Als eines Tages ihre Wampe aus dem Nichts wieder auftaucht, setzt ein surreales Schauspiel ein und die kritische Frage steht im Raum, wer eigentlich das Regiment über unseren Körper führt:

Plötzlich beginnen Lebensmittel hitzige Debatten über neueste Diättrends zu führen. Die Wurst thront stolz in der Low-Carb-Sektion, während nebenan, im Reich der Trennkost, eine strenge Ordnung herrscht. Der grüne Saft, isoliert von den Kohlenhydraten, führt ein monochromes Dasein. Die Banane, halbiert durch die «Friss die Hälfte»-Diät, philosophiert über die Bedeutung von weniger ist mehr und in der dunkelsten Ecke des Kühlschranks, versteckt hinter den gesunden Alternativen, flüstern sich Nutella und Burger, als «Bad Boys» der Diätwelt, Spötteleien zu.

Einsamer Saft: Bei der Trennkost herrscht strenge Ordnung bei Nina. – Bild: unsplash

Motivebene der Kafka’schen Verwandlung

Nina Samsa, die kämpfende Protagonistin, wird – in Anlehnung zu Kafkas Verwandlung – zur Gefangen ihres eigenen Fleisches und des kalorienkontrollierenden Wahns, die Kontrolleurin mutiert zur Kontrollierten. Ihre Metamorphose ist eine gesellschaftliche Parabel: ein ‚wunderschönes Wesen‘ zu werden, nur um in der Monotonie der Akzeptanz zu verschwinden. Ihre Küche wird zur metaphorischen Abstellkammer ihrer Existenz. Die Verwandlung, von Beginn an als Segen gefeiert, entwickelt sich zu einem Fluch, der sie in die Isolation treibt. Ihre Kommunikation verkommt zu einem Monolog mit Lebensmitteln und Küchengegenständen. Die Verwandlung ist nicht nur körperlich, sondern auch sozial – ein Zeichen für die Entfremdung in einem konkurrenzgeprägten Diätsystem.

Vom Segen zum Fluch: Die Verwandlung von Nina Samsa in eine Kontrollierte des Diätsystems. – Bild: unsplash

Gewinner und Verlierer

Das Kühlschrankdrama spiegelt die emotionale Achterbahn der Diäten wider – von Euphorie und Verzweiflung bis hin zu Selbstkontrolle und Kontrollverlust. Hier werden menschliche Bedürfnisse und Schwächen frisch gehalten. Die Gewinner sind die Diät-Gurus und Fitnessstudios, die Verlierer oft diejenigen, die vergeblich nach schnellen Lösungen suchen. Ein perfektes Ensemble für die Tragikomödie unserer Diätkultur.

Dem jungen Theaterteam «Kiss Shot Productions» gelingt mit «Ich – mein Körper – ich» eine wunderbar phantasievolle und tiefschichtige Sozialsatire, die man nicht so schnell vergessen wird!

«Ich – mein Körper – ich»

Spiel: Nina Sautter
Figurenspiel: Christoph Nötzli, Sebastian Schafer, Leona Steiner
Text: Nina Sautter, Felice Stockhammer
Regie: Felice Stockhammer
Dramaturgie: Riccardo Legena
Auge von Aussen: Hannah Plüss
Licht: Martin Obrist
Ton: Ilja Loutsenko
Recording und Soundmixing: Alexander Mlekus
Fotos: Louise Flüeler

Das Stück «Ich – mein Körper – Ich» wird am 23. und 24. Februar 2024 im Kleintheater «Theater Szene» (Rosenweg 36, 3007 Bern) aufgeführt. Tickets dafür gibt es hier.

Beitrag von:

Eve Stockhammer (62)

lebt und arbeitet seit über 20 Jahren als freischaffende Künstlerin, Autorin und Psychotherapeutin in Bern. Sie hat ein Buch über sexuellen Missbrauch illustriert (Fragmente eines Tabus) sowie zwei Bild-Text-Bände über die Schoa publiziert: 2018 «Geigen im Schnee» und 2023 «Kaddisch zum Gedenken». Ihr neuestes Kunstprojekt ist ein Gedenkvorhang mit 1,5 Millionen Perlen, der an den Kindermord während der Nazizeit erinnert. Für weitere Infos zu Eve Stockhammers Wirken: www.eveandart.com

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