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Schreibwut, Schaffensdrang und Schimpftiraden

«Die besten flüssige Texte entstehen, wenn ich in Rage bin. Gefühle stimulieren das Schreiben. Dann beginnt das Handwerk, die stilistische Feinarbeit. Diese Arbeit kann sich über Wochen hinziehen.»

Mittwoch, 22. Juni 2022 Brigitta Ingold (71)Ueli Ingold (71)
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Eine Schriftstellerin ohne Angst vor Kritik: Kim Corti. – Bild: Ueli Ingold.

Schaffensdrang  

Kim Corti spricht schnell, voller Begeisterung über ihre Liebe, «das Schreiben». Ihre lebhaften, blauen Augen sprühen beim Erzählen ihrer Schreiberlebnisse. Auch die Ästhetik spielt in ihrem Leben eine grosse Rolle, wie die kunstvollen Tätowierungen zeigen. Jede hat ihre Geschichten.

Die Neugier und der Wissensdurst machen sie hin und wieder unruhig und rastlos. Sie arbeitet als Designerin mit Masterabschluss, schliesst eine Fortbildung in Usability und User Experience an der Fachhochschule Nordwestschweiz ab und bereitet sich für die Aufnahme an das Schweizerische Literarturinstitut in Biel vor. Alles nebeneinander – eine höchste Herausforderung. Dem Schreiben gehört ihre grösste Hingabe. Doch damit eine Lebensexistenz aufzubauen, ist sehr schwierig.

JedeR SchriftstellerIn hat ihre/seine Vorbilder. Für Kim Corti ist es die Autorin und Dramaturgin Sybille Berg. Ihr lakonischer, direkter, alltagssprachlicher, knapper Ton fasziniert Kim. Wenn sie selbst schreibt, lässt sie jedoch Bücher beiseite. Dann macht sich ihr Stil breit.

«Die Neugier, ja der Wissensdurst ist mein Ansporn». – Bild: Ueli Ingold.

Schimpftiraden

Ein Textauszug in Rage, geschrieben von Kim Corti:

Ich wette, das Arschloch heisst Kevin. So sieht er aus. Wie ein selbstgefälliger, ignoranter Arsch mit Namen Kevin. Er hebt mit einer Hand einen Skischuh vom Boden auf und schiebt sich mit der anderen eine braune Haarsträhne hinters Ohr. Dann sieht er mich. Verzieht das Gesicht, zeigt mir beinahe demonstrativ die Zähne.

30 Leute stehen dicht an dicht in der Gondel. Eltern mit Kindern, einige Rentner, und genau neben uns befindet sich die Gruppe Zwanzigjähriger, die, obwohl gut fünf Jahre zu alt, tief in ihrer Fuck-the-System-Phase zu stecken scheint und dieser nun durch Maskenverweigerung Ausdruck verleihen muss. Was unter anderen Umständen als amüsante Pseudorebellion einzustufen wäre, wird vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie zum potenziellen Superspreader.

Aber das ist Kevin egal. Kevin interessiert sich nur für Kevin. Er lacht gerade entschieden zu laut über die mässig lustige Aussage eines Kumpanen, der seinerseits eine Maske trägt, diese aber unten am Kinn. Kevin sieht zu mir und ich warte darauf, dass er zur Verdeutlichung der Verachtung, die er für mich hegt, auf den Boden spuckt. Der Fahrer steht derweil teilnahmslos vor seiner Konsole, kehrt uns den Rücken zu, und auch die anderen Fahrgäste sindoffenbar der Überzeugung, dass eine Covid-Infektion umgeht, wer die testosterongesteuerten Arschlöcher nur konzentriert genug ignoriert. Kevin weiss, dass niemand etwas sagen wird. Dass ich, darum bemüht, die Situation nicht zu eskalieren, nichts tun kann, als hier zu stehen in dieser gottverdammten Metallkiste und zu hoffen, dass sie nicht bald von einer hölzernen abgelöst wird.

«Die besten Texte entstehen, wenn ich in Rage bin.» – Bild: Ueli Ingold

Schaffenswut

Dieser Text wurde in Rage geschrieben, das reicht aber noch lange nicht aus, um ihn veröffentlichen zu können. Die Veröffentlichung eines Textes setzt ein Lektorat voraus. Kim Corti hat das Glück, von Stephanie von Harrach betreut zu werden. Stephanie von Harrach studierte Literatur-und Medienwissenschaften in Frankfurt. Seit vielen Jahren ist sie im Verlagswesen und als Übersetzerin tätig. Kritik anzunehmen, das ist bei einer solchen Zusammenarbeit äusserst wichtig. Nach dem Lektorieren können Texte für den Autor vielleicht etwas verzerrt oder verändert aussehen; dann braucht es den konstruktiven Dialog. Damit können einige AutorInnen nicht umgehen, denn ihr Geschriebenes ist für sie das Wahre.

Das Zusammenspiel von Stephanie von Harrach und Kim Corti funktioniert sehr gut. Kim nimmt die Kritik gerne an, da sie stets konstruktiv ist. Sie sieht es als eine Weiterbildung und als ein Weiterkommen. Stephanie findet die Treffen mit Kim sehr produktiv. Sie hat kaum jemanden erlebt, der die Kritik so begeistert aufsaugt und so stark daran interessiert ist, sich weiterzuentwickeln.  Kim bereitet sich nun für die Aufnahme ins  Schweizerische Literaturinstitut Biel vor. Das Schreibinstitut bietet den «Bachelor» in Literarischem Schreiben an. Das Studium ermöglicht die Konzentration auf die Entwicklung einer eigenen literarischen Praxis und einen kritischen und konstruktiven Austausch, ausserdem Kontakte und das Gehen neuer Wege.

Wir wünschen Kim Corti viel Erfolg.

Beitrag von:

Brigitta Ingold (71)

(Theologin, Pfarrerin) Zuhören, schreiben, lesen- unter Menschen zu sein ist für mich von grosser Bedeutung, eine Bereicherung.

Ueli Ingold (71)

Ich interessiere mich für Gespräche und vielfältige Begegnungen, die meinen Horizont erweitern und mir neue Sichtweisen ermöglichen.

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