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Spagat zwischen Klischee und Gesellschaftskritik

Technologisierung, Individualisierung und die Geschlechterrollen – ein Projekt der Gruppe «theaterspagat» fasst alles zusammen. Ist «I love me so much» ein Stück mit Klischeepotential oder spiegelt es heutige Beziehungsmuster zwischen Paaren, Generationen und Technik? Ein Gespräch mit zwei Menschen hinter und vor der Kulisse: Hansueli Schürer und Gulshan Sheikh.

Dienstag, 28. März 2017 Elias Rüegsegger (31)
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Elias Rüegsegger (22)

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Diskutieren über das Theaterstück «I love me so much». – Bild: Elias Rüegsegger

Esther hat sich von ihrem Partner  getrennt. Um die Leere zu füllen, hat sich Esther den Roboter Manny zugelegt. Er hat menschliche Eigenschaften, und packt im Haushalt an: Er putzt, führt mit Esther auch Gespräche. Esther ist eine Figur im neusten Stück der Theatergruppe «theaterspagat». Das Stück spielt an einem einzigen Abend: Esther lädt ihre Freundinnen ein und philosophiert mit ihnen über das Leben und die Männer. Während des Abends melden sich die Männer telefonisch bei ihren Frauen, da es Probleme im Haushalt gibt. «In unserem Stück geht es um Beziehungsmuster – wir zeigen den Spagat zwischen Generationen und Geschlechtern», erklärt Hansueli Schürer (67) beim Gespräch im Berner Generationenhaus.

Die Idee und das Stück stammen aus seiner Feder. Die Ausgangslage sei sein Nachdenken über die heutige Gesellschaft im Vergleich zur Zeit in den 70er Jahren gewesen: «Heute bin ich Grossvater und schaue auf das Leben meiner Kinder, meiner Enkel»; einerseits sehe er neue Formen des Zusammenlebens, die ihm gefielen, andererseits beo-bachte er auch: Viel Stress, enger Zeitplan und dann eben: die Technik. «Sie verändert vieles.»

Pärchen und ihre Handys

Neben Hansueli Schürer sitzt die 37 Jahre jüngere Schauspielerin Gulshan Sheikh. «Stimmt, ich beobachte, dass Pärchen im Restaurant nebeneinander sitzen und beide in ihr Handy starren und einander kaum mehr beachten.» Gulshan Sheikh (30) will aber auch die Vorteile der neuen Technologien betonen: «Wir sind so vernetzt wie nie, das gefällt mir.»

«Wir sind so vernetzt wie noch nie», sagt Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger
«Wir sind so vernetzt wie noch nie», sagt Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger

Ein Leben ohne Handy, «das ist heute nicht mehr denkbar». Nein, ihm gehe es nicht darum, die Technik zu verteufeln, sagt auch Hansueli Schürer. Aber: «Die Technik soll dem Menschen dienen und ihn nicht beherrschen.» Dass diese Gefahr insbesondere im Zusammenhang mit der künstlichen Intelligenz besteht, liege auf der Hand.

Von Narzissten und Klischees

Der Roboter, der im Theater die Technologisierung unserer Welt verkörpert, übernimmt mehr und mehr die Verantwortung – eine gefährliche Entwicklung? Das Stück stellt auch die Frage: Wie individualistisch wollen wir sein? Zugespitzt ist diese Frage schon im Titel des Stückes angelegt: «I love me so much!». Den Egoismus sieht Hansueli Schürer in der Gesellschaft auf dem Vormarsch. «Das war in den 70er Jahren noch nicht so.» Im Stück gebe es viele Figuren, die sich auf einem «Egotrip» befänden.

Im Gespräch übers Theater. – Bild: Elias Rüegsegger
Im Gespräch übers Theater. – Bild: Elias Rüegsegger

Die Individualisierung, die Technologisierung der Gesellschaft, die Hansueli Schürer beobachtet, stellt das Stück nun in den Kontext von Beziehungen. Damit thematisiert das Stück auch die Rollen von Mann und Frau in der Gesellschaft. Implizit schwingt dabei sofort die Frage mit: Gibt es denn überhaupt Unterschiede zwischen den Geschlechter?

Diskutieren auch über Geschlechterfragen: Gulshan Sheikh und Hansueli Schürer. – Bild: Elias Rüegsegger
Diskutieren auch über Geschlechterfragen: Gulshan Sheikh und Hansueli Schürer. – Bild: Elias Rüegsegger

Für den Autor des Stückes klar ja: «Für Frauen sind zum Beispiel  Beziehungen zentraler und sie wollen mehr über Beziehungsthemen sprechen.» Besteht da nicht die Gefahr in eine Klischeefalle zu tappen? Sind die scheinbaren Unterschiede der Geschlechter nicht vielmehr auf Strukturen der Gesellschaft zurückzuführen? Gulshan Sheikh ist überzeugt: «In jedem – egal ob Mann oder Frau – gibt es sogenannt männliche und weibliche Seiten.» Die junge Schauspielerin reizen Geschlechterfragen, sie spielt neben Esther – wie alle sechs Schauspielerinnen – auch noch einen Mann, «eine besondere Herausforderung». Aus Sicht der jungen Schauspielerin schwingen auch Fragen der Emanzipation mit – «ich bin gespannt, wie dasPublikum reagieren wird.»

«Ich bin gespannt, wie das Publikum reagiert.» – Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger
«Ich bin gespannt, wie das Publikum reagiert.» – Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger

Gespannt ist Gulshan Sheikh auf die Begegnungen mit den anderen Schauspielerinnen. Im Juli beginnt eine sechswöchige Probezeit. Bis dahin steht noch viel Arbeit an, vor allem für Hansueli Schürer. Den sechs Schauspielerinnen wurden vertraglich 16 Auftritte zugesichert, die Gelder für das Projekt, Partnerschaften und Auftrittsorte muss der Leiter von «theaterspagat» organisieren. Er und Gulshan Sheikh sind nur zwei Personen aus dem ganzen Team – beide brennen darauf, dass es losgeht. Die Premiere ist am 1. September im Zentrum Karl der Grosse in Zürich.

Ein Kulturpessimist?

Technologisierung, Individualisierung, die Entwicklung  der Geschlechterrollen – das alles in einem Theaterstück – zu viel des Guten? «Nein, es kommt ja in der Realität auch wirklich alles zusammen, Handys beeinflussen etwa unsere zwischenmenschlichen Beziehungen», meint der Autor des Stückes. Und sowieso: «Krasser als die Wirklichkeit kann Theater nie sein.»

Beim Treffen im Berner Generationenhaus: Hansueli Schürer und Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger
Beim Treffen im Berner Generationenhaus: Hansueli Schürer und Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger

Beim Gespräch stellt sich die Frage: Ist Hansueli Schürer ein Kulturpessimist? Sein Stück der Wunsch, vergangene Zeiten mit klaren Rollenverteilungen, klaren Beziehungen, weniger Technologie wieder zum Leben zu erwecken? «Ich will nicht moralisieren, hänge nicht nostalgisch früheren Zeiten nach. Ich sage nicht, dass früher alles besser war, schon gar nicht für Frauen», betont der 67-Jährige. «Wichtig ist mir das kritische Nachdenken darüber, wie Paare Beruf und Familie vereinbaren und alle Generationen miteinander leben können.» Ein Spiegel der Gesellschaft solle das Stück sein, das anregen soll, über seine persönlichen Beziehungen nachzudenken.


Leidenschaftlich spielen  und schreiben

Hansueli Schürer. – Bild: Elias Rüegsegger
Hansueli Schürer. – Bild: Elias Rüegsegger

Neben seinem Beruf als Jurist widmete sich Hansueli Schürer ab den 90-er Jahren nebenberuflich seiner Leidenschaft, dem Schreiben. Er begann mit dem Schreiben von Cabaret- und Theaterstücken, die von verschiedenen Theatern aufgeführt wurden. 1996 gründete er mit Schauspielern und Musikern das theaterspagat. Die Gruppe sucht immer den Spagat zwischen verschiedenen Themen. Nebst dem Schreiben verschiedener Stücke hat er die Stücke manchmal selber oder in Co-Regie inszeniert.

Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger
Gulshan Sheikh. – Bild: Elias Rüegsegger

Sie wollte schon immer Schauspielerin werden: Gulshan Sheikh. Nach ihrer kaufmännischen Lehre und abgeschlossener Berufsmatur hat die heute 30-Jährige bei einer Krankenvenversicherung gearbeitet. Bis heute arbeitet sie Teilzeit im Staatssekretariat für Migration als Assistentin.
Doch die Frau mit indischen Wurzeln hat auch noch ein zweites Leben: In Hamburg schloss sie nach drei Jahren ihre Schauspielausbildung ab. Hamburg wurde neben Bern zu ihrem Zuhause. Neben einem Theaterprojekt in Hamburg und Celle ist sie nun auch in der Gruppe Theaterspagat aktiv. er


Mehr dazu

Mehr Infos zur Theatergruppe: www.theaterspagat.ch

Beitrag von:

Elias Rüegsegger (31)

Interessiert an Menschen und deren Fragen. Er initiierte UND Generationentandem 2012 im Rahmen seiner Maturaarbeit und ist seit 2019 Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Er studierte Theologie in Bern, und bildete sich im Bereich Sozialmanagement weiter.

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