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Temperament trifft auf Verträumtheit

Warum pflegen die 18-jährige temperamentvolle, flinke Anja Gepardi und die verträumte, gemächliche 70-jährige Irma Schnegg eine Freundschaft? Eine Pingpong-Geschichte über einen Austausch der beiden ungleichen Charaktere gewährt Einblick.

Freitag, 24. Juli 2020 Anita Bucher (63)Mara Ludwig (24)
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Anja Gepardi wartet ungeduldig auf ihre 70-jährige Freundin. – Bild: Mara Ludwig

Anja: Ungeduldig trommeln meine Fingerspitzen auf die glasige Oberfläche des Tisches, an dem ich nun schon seit einiger Zeit sitze und auf Irma, eine alte Freundin von mir, warte. Genervt von der ganzen Warterei, puste ich mir eine meiner roten Haarsträhnen aus dem Gesicht und schaue auf die Uhr an meinem Handgelenk. «Schon 10 Minuten zu spät… typisch!», schnaube ich und lasse meinen Blick über die anderen Gäste des Cafés schweifen in der Hoffnung, unter ihnen Irma zu entdecken. Doch weit und breit keine Spur von ihr. Mit einem Seufzen beschliesse ich, mit meiner Bestellung nicht länger zu warten, und mache das der Kellnerin per Handzeichen deutlich. «Ich hätte gern einen Kaffee, schwarz bitte.», erkläre ich der jungen Frau, während ich mein Handy zücke, um Irma per WhatsApp zu fragen, wo sie bleibe. Da vernehme ich endlich die vertraute Stimme…

Irma: «Guten Morgen Anja. Du bist schon da und hast bestellt!», begrüsse ich erstaunt meine junge Freundin. Ob ich zu spät bin? Ich bin nochmals umgekehrt, weil ich nachschauen musste, ob Tom genug zu fressen hat, und die bunten Blumenbeete habe ich stehend betrachtet und bin einen Moment ins Träumen gekommen – ich erinnerte mich an einen Weg mit Blumenrabatten aus meiner Kindheit, den ich ds Bluamawägli getauft habe. – Anja sieht so gut aus im farbigen Sommerkleid und mit den lebhaften grünen Augen. «Erzähl, meine Liebe, wie geht es dir? Wartest du schon lange?»

Anja: «Na endlich!», atme ich erleichtert auf, als ich meine 70-jährige Freundin erkenne. Mein Handy lege ich auf den Tisch neben den Kaffee, der mir gerade gebracht wird. Immerhin keine Wartezeiten beim Kaffee – so mag ich das. «Ich habe 10 Minuten gewartet und dann bestellt, um mir die Wartezeit zu verkürzen. Du weisst ja, Warten macht mich ganz wahnsinnig», meine ich schulterzuckend und grinse Irma über den Tassenrand an, bevor ich einen ersten Schluck vom Kaffee nehme und mir dabei fürchterlich die Zunge verbrenne. Während mir Tränen in die Augen schiessen, stelle ich in der Eile des Gefechts die Tasse etwas ungeschickt auf den Tisch zurück, so dass ein Teil des Kaffees über die Tasse hinaus auf den Tisch und über mein Sommerkleid schwappt. «Na toll! Auch das noch!»

Die jugendliche Ungeduld lässt Anja oft unbedacht handeln, denke ich besorgt. Was bedeuten 10 Minuten bezogen auf ein ganzes Leben?

Irma: «Oh, das tut mir leid! Soeben habe ich dein wunderschönes Kleid bewundert – und jetzt dieser Fleck. Ich wasche und bügle es für dich als Entschuldigung für die endlose Wartezeit»,  füge ich augenzwinkernd hinzu. Die jugendliche Ungeduld lässt Anja oft unbedacht handeln, denke ich besorgt. Was bedeuten 10 Minuten bezogen auf ein ganzes Leben? «Was soll ich bloss bestellen bei der Hitze?» Anja scheint immer noch wütend zu sein. Ob ich wohl diesem Treffen heute besser nicht zugestimmt hätte, wie es ja mein erster Gedanke war? Aber ich hatte den Eindruck, dass sie das Bedürfnis hat, etwas Wichtiges loszuwerden. Na, jetzt bin ich da und gebe mein Bestes. «Ich bestelle einen kühlen Holundersirup und für dich einen Kaffee auf meine Kosten oder wünschst du etwas Kaltes nach unserem Fehlstart?»

Anja: Immer noch etwas genervt, stosse ich die Luft aus und winke leicht lächelnd ab. «Nein, das passt schon. Ich muss heute Abend sowieso waschen. Aber danke für das Angebot! Das ist echt nett von dir.» Mit einer Serviette versuche ich mit einigen schnellen Bewegungen den Kaffeefleck zu entfernen. «Naja, ein wenig ist er zum Glück schon rausgegangen.» Leider passieren mir solche Missgeschicke des Öfteren, doch Gott sei Dank verurteilte Irma mich dafür nicht. Mit einigen geschickten Handbewegungen binde ich meine roten Locken zu einem Pferdeschwanz zusammen und stütze mich auf den Tisch ab. «Du Irma? Ich wollte dich noch etwas fragen. Ich will mir eine Katze anschaffen, und da wollte ich dich um einige Tipps bitten. Ich hatte noch nie eine Katze und weiss nicht, was ich da alles beachten muss…», verkündete ich und wartete lächelnd die Reaktion meiner Freundin ab. 

Irma Schnegg freut sich, ihrer jugendlichen Freundin zu helfen. – Bild: Anita Bucher

Irma: «So eine schöne Idee. Du weisst ja, wie sehr ich an meinem Tigerkater Tom hänge. Wenn du willst, begleite ich dich in den Katzenladen, wo ich alles für meinen Tom gekauft habe. Da kannst du dich mit günstigen, aber qualitativ hochwertigen Artikeln eindecken: vom Spielzeug über das Futter plus Fress- und Trinknapf bis zum Katzenkorb. Bei Unsicherheit bin ich für Fragen an deiner Seite und helfe dir, dass du nichts vergisst. Gerne erzähle ich dir vorher schon einmal, was bei einem so tollen Tier wie einer Katze alles wichtig ist. Es sind sehr eigenwillige, intelligente und feinfühlige Tiere, die ihre Besitzerin erziehen und nicht umgekehrt. Du bist jung, aktiv und oft unterwegs. Gehst du in die Ferien, springe ich gerne als Gastmutter ein. Tom und ich haben ja viel Platz und den Garten. Mein Kater mag Gesellschaft und ist auch für junge Tiere ein geduldiger Kumpel. Hast du bereits ein bestimmtes Tier im Auge?» Begeistert über Anjas Idee habe ich für meine Verhältnisse zu rasch gesprochen und hole erst mal tief Luft. Ob ihr das zu viel Hilfe meinerseits ist? 

Anja: Ganz überrascht von Irmas Redefluss, beginne ich allmählich zu grinsen. Dass Irma so schnell und viel reden kann, hatte ich nicht geahnt! «Wow! Ich wusste ja, dass du Katzen liebst, aber dass du dich in einen Rede-Wasserfall verwandelst, wenn du über sie sprichst, hätte ich nicht erwartet», gebe ich leicht lachend zu. «Da hab ich mir ja die richtige Ansprechperson ausgesucht! Ja, ich wäre sehr froh um deine Unterstützung beim Kauf und auch als Gastmutter. Und ja, ich habe mein Traumkätzchen bereits gefunden. Eine wunderschöne, abenteuerlustige Katzendame mit weissem Fell und braun-schwarzen Flecken. Sie ist echt goldig!» Auch wenn ich normalerweise immer alles möglichst selbstständig machen möchte, bin ich nun echt dankbar, dass ich eine Freundin wie Irma habe, die mich bei meinem Vorhaben unterstützt. 

Irma: Welch Glückspilz ich bin, mir wird ganz warm ums Herz. «Ich freue mich auf unseren Einkauf und den vierbeinigen Besuch.»

Beitrag von:

Anita Bucher (63)

Ich diskutiere, lache, singe, lese und schreibe gerne. Erholung finde ich unterwegs in der Natur.

Mara Ludwig (24)

Mit einem Fuß in den Basler Hörsälen für Medienwissenschaften und Kulturanthropologie und dem anderen in einer Berner Gen-Z-Agentur kämpft sie nicht nur mit Deadlines und Uni-Druck, sondern daneben noch mit dem ständigen Balanceakt ihrer Selbstständigkeit im digitalen Dschungel. Wirklich abschalten? eher schwierig... doch in der Schauspielerei, der Musik und dem Poetryslam, finden sich Gelegenheiten zu kreativen Ausgleichen.

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