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Theater macht frei

Die Autorin, selber mit dem Theater sehr vertraut, geht von ihrer Überzeugung aus, dass Freiheit auch da eine grosse Rolle spielt. Sie hat zwei Theaterleute dazu befragt – mit Blick auf Freies und auf Amateur-Theater.

Freitag, 26. April 2019 Annemarie Voss (81)
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Freies Theater bedeutet, dass das Theater in privater und nicht in öffentlicher Hand liegt. Diese Bühnen sind oft unkonventioneller als staatlich finanzierte Theaterbetriebe. Das bedeutet etwas mehr Freiheit in der Themenwahl und Darstellung, aber auch Einschränkungen wegen geringerer finanzieller Ressourcen.

„Unsere Sterblichkeit gibt mir mehr Freiheit“: Livia Anne Richard. – Bild: Privat

Livia Anne Richard (50) ist eine vielbeschäftigte Frau. Das Theater Gurten in Wabern, das Theater Matte in Bern und die Freilichtspiele Zermatt sind einige ihrer
Wirkungsstätten. Die künstlerische Leitung im Theater Matte hat sie 2016 abgegeben, ist dort aber noch im Vorstand. Sie schreibt und inszeniert ihre Stücke selber. Als professionelle Theatermacherin arbeitet sie – zum überwiegenden Teil – auch mit LaiendarstellerInnen. Ich habe sie mit ihrer Regieassistentin Rebecca Graf im Zug nach Zermatt getroffen, wohin sie zum Probenstart des neuen Stücks «MATTERHORN: NO LADIES PLEASE!» reisten. Zu den Themen «Freiheit im Theater», welche Freiheiten sie sich persönlich nimmt und was sie lieber bleiben lässt, hat sie mir ein paar Fragen beantwortet.

Livia, gibt dir Zermatt irgendwelche Freiheiten?

Livia Anne Richard: Zermatt gibt mir keine Freiheiten. Mir gibt nichts von aussen Freiheit. Ich bin der Meinung, dass ich die einzige Person bin, die mir Freiheit geben kann. Freiheit entsteht im Kopf und kommt nicht von aussen, danach lebe ich auch. Zermatt ist aber ein Ort, der mich inspiriert; wenn ich auf dem Riffelberg inszeniere, ist das ein wahnsinniges Gefühl von Freiheit. Dort oben auf 2600 Metern über Meer ist nichts verbaut und vis-à-vis steht das gewaltige Matterhorn, das uns die eigene Kleinheit vor Augen führt. Es macht mich demütig zu bedenken, wie lange es  gedauert hat, diesen Gipfel aufzuschichten. Im Vergleich dazu ist die Dauer eines Menschenlebens ein Mückenschiss.

Der Fakt, dass wir sterblich sind, gibt mir die grösste Freiheit. Die eigene Sterblichkeit erlaubt mir, Fehler zu machen. Unvorstellbar, unsterblich zu sein und dann noch Jahrmillionen mit den gemachten Fehlern leben zu müssen.

Die neue Produktion ist ein Frauenstück und hat mit Freiheit zu tun. Wer befreit sich da?

Die Engländerin Lucy Walker hat 1891 als erste Frau das Matterhorn bestiegen. Zu einer Zeit, als es englischen adeligen Damen verboten war Sport zu treiben. Nicht einmal das Fahren auf einem Zweispänner war erlaubt, sie mussten in einer geschlossenen Kutsche fahren. Lucys unschickliches Benehmen entfachte einen riesigen Skandal, aber sie hat sich darum foutiert. In den Bergen fühlte sie sich frei.

Freiheit im Theater hat oft mit Provokation und Schockieren zu tun. Welche Freiheiten nimmst du dir diesbezüglich?

Ich bin manchmal in meinen Aussagen provokant, aber wenn ich die ZuschauerInnen vor den Kopf stosse, dann «machen sie zu», und ich glaube nicht, dass man sie dann noch erreicht. In diesem Frauenstück geht es nicht darum, die Männer blosszustellen, auch wenn die Geschichte dafür eine Steilvorlage liefert. Ich liebe Frauen und Männer gleichermassen. Ich bin Feministin, aber nicht Männerhasserin und es bringt nichts, wenn sich die Männer auf der Tribüne verschliessen. Ich will, dass sie verstehen, was mit den Frauen in den letzten 150 Jahren geschehen ist und was für echte Gleichstellung in Zukunft noch geschehen muss.

Auch Amateurtheater hat es in sich

Viele BesucherInnen schätzen das Theater mit LaiendarstellerInnen sehr. Allerdings werden häufig für die Inszenierung professionelle RegisseurInnen engagiert. Das Amateur-Theater verhilft diesen zu einem regelmässigen Einkommen. Viele Laienbühnen haben eine grosse Ausstrahlung und SpielerInnen mit viel Erfahrung und grossem Bekanntheitsgrad.

«Wir sind so frei»: In diesem Stück spielte Markus Wey den Hofnarr. – Bild: Schlossspiele Thun

Ich habe mich mit Markus Wey getroffen, der 2010, knapp 30jährig, erstmals bei den Schloss-Spielen Thun eine Rolle im «Tatort Fulehung» übernommen hat. Seither ist er vom Theatervirus befallen und spielt regelmässig bei den Schloss-Spielen Thun und beim «Theater am Tatort». Er war aber auch schon bei vielen Amateurbühnen in der Region engagiert.

Was macht die Faszination am Theaterspielen aus? Du investierst sehr viel Freizeit und musst einem Regisseur oder einer Regisseurin nach der Pfeife tanzen. Das scheint mir nicht viel mit Freiheit zu tun zu haben.

Markus Wey: Ich erhalte die Freiheit Menschen zu unterhalten, das ist sozusagen ein Privileg. Oft lässt mir die Regie auch die Freiheit, eigene Interpretationen in eine Theaterfigur zu bringen. Klar spiele ich eine Rolle, also sollte es keine Darstellung meiner Person werden. Es ist aber eine gewisse Freiheit, die Grenzen der Figur auszuloten. Herauszufinden, wie ich eine fiktive Persönlichkeit mit möglichst viel Authentizität ausstatten kann, ohne persönlich zu werden, ist äusserst spannend.

Hast du Rollen gespielt, die besonders Spass gemacht haben?

Das war die im Stück «Wir sind so frei» von Matto Kämpf, das anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Thun gespielt wurde. Der «Knorrli» war der Hofnarr und da konnte ich ganz viel ausleben. Ich freue mich immer sehr, wenn ich die Freiheit habe, das grosse Kind in mir ausleben zu dürfen. Selbstverständlich setzt die Regie die Leitplanken, die man nicht überschreiten darf. Aber wenn ich mich innerhalb dieses Rahmens ausprobieren darf, ist das ein Zeichen von Vertrauen des Regisseurs in mich. Dieses Vertrauen hilft mir, befreit an die Rolle heranzugehen.

Gab es auch Rollen, die aussergewöhnlich anspruchsvoll waren für dich?

In «Stiller Tod» 2017 spielte ich einen Ehemann, der seine Frau demütigte, sie schlug und sie schlussendlich umbrachte. Ausserdem war er ein Berufsoffizier. Alles Eigenschaften, die mir völlig fremd sind. Das war eine grosse Herausforderung für mich, auch in emotionaler Hinsicht.

Du schreibst selber ein Stück. Ist das eine Freiheit, die du dir nimmst?

Ich schreibe nicht allein, sondern in Co-Autorenschaft mit Evelyne Sorgen. Es wird ein Krimi, aufgebaut auf Figuren, die schon in anderen Tatort-Theatern eine Rolle gespielt haben. Es macht grossen Spass, selber einen «Spielplatz» zu entwickeln, mit Fantasie eine Geschichte aufzubauen, die hoffentlich spannend und überzeugend wird.

Wo und wann wird man das Ergebnis sehen können?

«Nemesis» soll Mitte November 2020 uraufgeführt werden, voraussichtlich im Gebäude von Transfair in Thun.

«Die Freiheit, Menschen zu
unterhalten, ist ein Privileg.»

Markus Wey

Beitrag von:

Annemarie Voss (81)

Seit 2008 pensioniert, Beiständin bei einem Mann. Mitglied bei den SchlossSpielen Thun und bei Radio60Plus. Gesellige Einzelgängerin. Begeisterte Theaterbesucherin, Kinogängerin und Freundin vieler kultureller Einrichtungen.

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