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Was wäre, wenn…?

... die Welt nicht mehr die wäre, die wir kennen? Was wäre, wenn die Energieversorgung zusammenbrechen würde und wir auf unbestimmte Zeit ohne Strom auskommen müssten? Können und wollen wir uns ein solches Szenario mit all seinen Auswirkungen und Konsequenzen vorstellen? Ein Selbstversuch.

Mittwoch, 09. Oktober 2024 UND Generationentandem
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Text: Peggy Kleist

Für mein Experiment habe ich drei Tage lang auf Strom jeglicher Art in meiner Wohnung verzichtet, keine Einkäufe getätigt (die bei einem globalen Stromausfall auch nicht mehr möglich wären), mein geliebtes Auto nicht benutzt und auf jeglichen digitalen Medienkonsum verzichtet. Mein Handy habe ich allerdings für Notfälle in Betrieb gelassen. Über die drei Tage habe ich Journal geführt.

Zugegeben, ganz ohne Vorbereitungen bin ich nicht in die drei Tage gegangen. Diese beschränkten sich aber auf das Nötigste, wie zum Beispiel eine Notfallausrüstung. So hatte ich einen Mini-Campingkocher, eine Kühlbox mit Kühlelementen (die für einige Zeit einen Kühlschrank ersetzen sollte) und verschiedene Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen dabei.

Obwohl ich mir von Anfang an bewusst war, dass das Experiment inszeniert, fiktiv und weit entfernt von einer möglichen Realität sein würde, hatte ich gehofft, dass es zum Nachdenken anregen, zwei oder drei neue Erkenntnisse bringen und vielleicht auch meine Einstellung, mein Handeln in eine verantwortungsvollere Richtung lenken würde.

Ich glaube, dieses Experiment wird auch trotz geringfügiger Planung eine Herausforderung werden und mich mehr als einmal an meine Grenzen bringen.

Tag 1 – Das Abenteuer beginnt

Herausforderung des Tages: Stolperstein Start in den Tag. Als eingefleischter Kaffeejunkie bin ich es gewohnt, vor dem ersten Gang ins Bad einen Kaffee zu trinken. Aber nicht so heute. Bevor ich mein geliebtes Heissgetränk geniessen konnte, musste ich mich einer ersten Herausforderung stellen – dem Aufbau meines Campingkochers.

Das letzte Mal lag schon eine Weile zurück und mein Gedächtnis wollte mir die Anleitung einfach nicht freigeben. Meine Laune und auch meine Geduld verabschiedeten sich in den Keller und ich zweifelte schon an der Sinnhaftigkeit meines Experiments. Etwa dreissig Minuten später war ich überrascht, wie schnell das Wasser die Betriebstemperatur erreicht hatte. Meine Stimmung und meine Zuversicht stiegen wieder und ich fasste den Entschluss, schon am Abend die notwendigen Vorbereitungen für den nächsten Morgen zu treffen. Der Rest des Tages verlief ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle und ich fand langsam Gefallen an meiner inszenierten Notlage.

«Bevor ich mein geliebtes Heissgetränk geniessen konnte, musste ich mich einer ersten Herausforderung stellen – dem Aufbau meines Campingkochers.»

Peggy Kleist
Drei Tage ohne Strom: Peggys Notfallausrüstung. – Bild: Peggy Kleist

Tag 2 – Die Uhren ticken anders …

Ich war schon immer eine Frühaufsteherin, so auch heute, aber sogar ausgeschlafen. Dank der fehlenden Bespassung durch den Fernseher am Abend begann meine Nachtruhe schon bei Sonnenuntergang.

Der Tag war jung, der erste Kaffee ohne Verzögerung getrunken, jetzt hatte ich Zeit, viel Zeit.

Die Hälfte des Tages verbrachte ich damit, meinen Balkon in eine Wohlfühloase zu verwandeln, die andere genoss ich die Oase mit einem guten Buch. Kein Müssen mehr, keine Verpflichtungen, nichts, was meine Aufmerksamkeit erforderte oder mich ablenkte. Einfach nur sein. Ich hatte das Gefühl, dass die Zeit langsamer verging, dass das Leben ruhiger wurde, auch wenn der Verzicht auf das Handy mir einiges an Disziplin abverlangte. Um nicht ganz auf Unterhaltung verzichten zu müssen, hatte ich glücklicherweise bei meinen Vorbereitungen mein Radio mit Batterien funktionstüchtig gemacht.

«Ich hatte das Gefühl, dass die Zeit langsamer verging, dass das Leben ruhiger wurde, auch wenn der Verzicht auf das Handy mir einiges an Disziplin abverlangte.»

Peggy Kleist
Kein Müssen mehr: Peggy richtet sich eine Wohlfühloase ein. – Bild: Krisztina Papp, Unsplash

Tag 3 – Flucht nach draussen

Erste Entzugssymptome machen sich bemerkbar und bringen mich an meine Grenzen.

Ich fühle mich unausgeglichen, genervt und gereizt, scheine mich selbst kaum ertragen zu können. Stelle mir die Frage «Was mache ich hier eigentlich?» und die Tatsache, dass meine Situation lediglich fiktiv ist, stellt mich auf eine harte Probe. Werde ich durchhalten?

Schlecht gelaunt und demotiviert fasse ich den Entschluss, die Flucht in die Natur zu ergreifen. Den Kopf frei bekommen, Ruhe finden, wo geht das besser als an der Aare. Genervt und auch nicht wenig erschrocken darüber, wie «abhängig» ich doch vom digitalen Medienkonsum und der Berieselung meines Fernsehgerätes bin, kündigt die Dämmerung das Tagesende an und ich musste nur noch schlafen gehen, dann war es geschafft.

Flucht nach Draussen: Der Verzicht auf Medien ist hart. – Bild: David Bruyndonckx, Unsplash

Bin ich bereit?

Wäre ich bereit, bereit für den Ernstfall – nein, ich wäre es nicht. Mal ganz abgesehen vom Vorhandensein der notwendigen Lebensmittelvorräte, einer recht einseitigen, ungesunden Ernährung für etwa eine Woche, welche im Bereich des Machbaren läge, würde ich schon an der Wasserversorgung scheitern. Die Vorräte an Kerzen und Batterien wie auch die Powerbank wären ziemlich schnell aufgebraucht. Und dann wäre da ja noch mein «Ich». Was würde solch ein Szenario mit mir machen?

Wäre ich in der Lage zu «funktionieren», die Spannungen auszuhalten und wenn ja, wie lange? Wie lange, bevor meine Nerven brach liegen, wie lange, bevor mein System kollabiert? Ich weiss es nicht, auch nach meinem kleinen Experiment kann ich diese Frage nicht mit Sicherheit beantworten.

«Rückblickend kann ich sagen, dass mich dieses Experiment um eine wertvolle Erfahrung reicher gemacht hat.»

Peggy Kleist

Rückblickend kann ich sagen, dass mich dieses Experiment um eine wertvolle Erfahrung reicher gemacht hat. Erkenntnisse über mich selbst, mein Konsumverhalten und nicht zuletzt über die gefühlt schneller vergehende Zeit in unserer Gesellschaft.

Es war inszeniert, ich war vorbereitet, es ging nicht ums Überleben und doch hat es mir gezeigt, «was wäre, wenn …». Mich meinen eigenen Schwächen nähergebracht, meinen Blickwinkel erweitert. Ja, auch Angst, Angst davor, das einmal erleben zu müssen, aber auch Hoffnung, Hoffnung auf die Menschen, in unsere Gesellschaft, dass wir es schaffen, umzudenken und dass das «was wäre, wenn …» nicht eintritt.

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